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„Mr. Ref“ aus der Uckermark pfeift in Namibia

20. 05. 2021

Endlich Fußball: Schiedsrichter und Spieler vom Schönower SV erlebt ein wenig Normalität.

 

Wenn die Zeit ohne Fußball in Deutschland zu lang wird, dann muss man sich eben Sportplätze am anderen Ende der Welt suchen, dachte sich Schiedsrichter Nico Purath vom Schönower SV und leitete sogar ein Spiel in Namibia. Das geht natürlich nicht einfach so, doch mit ein wenig Vorbereitung und etwas Zeit konnte der 21-Jährige sein persönliches Fußballabenteuer im Jahr 2021 erleben:

 

Gastgeber für knapp vier Wochen (vom 24. April bis 19. Mai) war sein bester Freund, der vor einigen Jahren aus Pritzwalk in das afrikanische Land nach Swakopmund ausgewandert war. „Während meiner Zeit hier unterstütze ich ,Dein Ball für Namibia (DBFN)‘, eine Charity-Organisation, die von ihm gegründet wurde. Nebenbei unterstütze ich die Youth Academy vom SFC Swakopmund beim Training und der dreimaligen Essensausgabe an die Kids nach dem Training in der Woche“, berichtet Nico Purath, der in der Heimat in der Kreisliga Uckermark pfeift und in der Landesklasse an der Seitenlinie steht. Nachdem er seine Schiri-Ausbildung im Jahr 2018 absolviert hat, fiel Nico fast zwei Jahre mit einer Knieverletzung aus, die einen Aufstieg in eine höhere Liga bis jetzt noch nicht möglich gemacht hat. „Das wird sich in Zukunft hoffentlich noch ändern“, sagte Nico uns im Gespräch.

 

Nico Purath

Im Rahmen einer Spendenübergabe von DBFN an den Schiedsrichterverband in der Region wurden dem Gast aus Schwedt zwei Assistenten zur Verfügung gestellt, mit denen er dann das Spiel SFC Swakopmund gegen die Western Spurs aus Walfischbucht, leitete – ein Spiel, was extra für Nico organisiert wurde, damit er als Schiedsrichter in eine für ihn besondere Aktion treten konnte. Das Spiel endete 3:1 für die Heimmannschaft. Natürlich war die Spielleitung anders als gewohnt: Der Fußball ist auf jeden Fall körperbetonter und schneller als in Deutschland, die afrikanischen Spieler verfügen oft über eine bessere Physis und haben meist einen wahnsinnig starken Antritt. Die Kommunikation auf dem Platz erfolgte vorwiegend auf englisch, teilweise auch auf deutsch. Oft wird nach Karten, Auswechselung oder Toren nicht auf den Pfiff des Schiedsrichters gewartet, sondern gleich weitergespielt.

 

Nic Purath beim Spiel„Die Spieler haben dann oft Unverständnis dafür, wenn man das zurückpfeift. Trotzdem wird der Schiedsrichter hier sehr respektiert“, so Nico Purath, der wie üblich als „Mr. Ref“ angesprochen wurde. An zwei Tagen in der letzten Woche seines Aufenthalts hatte der junge Referee, der auch noch für den Schönower SV aufläuft, auch noch das Glück, dass Ryan Nyambe, namibischer Nationalspieler von den Blackburn Rovers zu Gast war und mit den Jugendspielern ein „Camp“ absolvierte. Eine rundum gelungene Zeit mit vielen Eindrücken. Wer nun auch gern nach Namibia möchte, um so etwas erleben zu können, dem sei empfohlen, ein Praktikum bei „Dein Ball für Namibia“ beim SFC Swakopmund zu absolvieren. 

 

Bild zur Meldung: „Mr. Ref“ aus der Uckermark pfeift in Namibia

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