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Danke Schiri!

Am 08. April 2018 zeichnete der FLB im Rahmen der DFB-Aktion "Danke Schiri!" verdienstvolle Unparteiische aus. Die Ehrenamtler waren vom Schiedsrichterausschuss des FLB zu einer feierlichen Preisverleihung nach Luckenwalde eingeladen worden - FLB-Präsident Siegfried Kirschen, Dieter Dünnbier als Landesehrenamtsbeauftragter und auch Schiedsrichterobmann Heinz Rothe gratulierten den Preisträgern der diesjährigen Aktion und dankten ihnen für ihre langjährige Arbeit. Während Siegfried Kirschen die die herausragenden Leistungen der 20 Geehrten herausstellte, kam Dieter Dünnbier nicht umhin, daran zu erinnern, dass es auch den ehrenamtlichen Schiedsrichtern zu verdanken ist, dass Wochenende für Wochenende bundesweit 80.000 Fußballspiele ausgetragen werden können. "Daran haben auch unsere Vertreter ihren Anteil!" Kleine Präsente gab es auch vom Partner der Aktion, der Dekra. Dirk Benndorf, Leiter der Dekra-Niederlassung Potsdam, beglückwünschte die Sportkameraden zu ihrer Auszeichnung.

Jeder Fußballkreis war aufgerufen, Schiedsrichter in drei verschiedenen Kategorien zu nominieren: Frauen, U50 und Ü50. Eine extra-Auszeichnung beim DFB erfahren die Landessieger Sina Schweitzer, Uwe Schultz sowie Enrico Heinze. Anbei eine Übersicht der geehrten Schiedsrichter

Kreis

U50

 Ü50

Frauen

Dahme/Fläming Enrico Heinze    Dr. Axel Niestle Juliane Lembcke
Havelland Steven Hebbe  Sven-Renè Höhne  -
Niederlausitz Andreas Kolbe  Uwe Schultz Ricarda Lotz
Oberhavel/Barnim   
Max Steiner  Karl-Heinz Eberwein  -
Ostbrandenburg Volker Scharff  Uwe Nitzsche Sina Schweitzer
Prignitz/Ruppin Sebastian Groth  Klaus Woggon  -
Südbrandenburg Peter Wickfeld  Manfred Haarich Elisa Schicketanz
Uckermark Enrico Schulze  Hans-Georg Krumrey -

Zusammenarbeit über Ländergrenzen hinweg

Den Gedanken gibt es schon seit Jahren, unter dem neuen Vorsitzenden des Schiedsrichterausschusses des Berliner Fußballverbandes (BFV), Jörg Wehling, wurde er nun mit Leben erfüllt. Die Mitglieder des FLB-Gremiums folgten Mitte November einer Einladung zu einem Erfahrungsaustausch nach Berlin. Ziel war und ist es, Möglichkeiten für eine Zusammenarbeit im beiderseitigen Interesse auszuloten.
Bisher gibt es nur eine Ebene der Zusammenarbeit: Sechs Spiele in der Brandenburgliga und vier Spiele in der Landesliga pro Halbjahr wurden getauscht. „Wir machen das vor allem im Sinne unserer Vereine, geben die Austauschspiele fast ausschließlich aus dem Speckgürtel nach Berlin und erreichen damit eine deutliche Senkung der Fahrtkosten“, begründet FLB-Obmann Heinz Rothe die Maßnahme. Obwohl beide Verbände völlig unterschiedliche Strukturen aufweisen – Berlin als Stadtstaat hat gegenüber Brandenburg natürlich in vielerlei Hinsicht deutlich bessere Bedingungen – kann eine Zusammenarbeit funktionieren. Für die brandenburgischen Vertreter besonders bemerkenswert: Der Schiedsrichterausschuss des BFV akquiriert einen großen Teil der finanziellen Mittel zur Erfüllung seiner Aufgaben – eine hohe fünfstellige (!) Summe – aus dem Geld, das die Vereine zahlen müssen, die ihr Schiedsrichter-Soll nicht erfüllen. „Da sind wir auch konsequent und haben die volle Unterstützung des Vorstandes“, so Jörg Wehling.
Ideen für Zusammenarbeit wurden eine Menge entwickelt: Gemeinsame Lehrgänge mit den Förderkadern, ein gemeinsamer Lehrgang für Schiedsrichterinnen, Beobachterschulung mit Vertretern aus beiden Verbänden, gegenseitige Hospitationen bei diversen Veranstaltungen. So werden an der großen Halbjahrestagung der Schiedsrichter der Brandenburg- sowie der Landesliga im Januar zwei Vertreter aus Berlin teilnehmen, im Gegenzug  gehen zwei Unparteiische aus Brandenburg zur Saisoneröffnung im Juli nach Berlin. Auch die Kooperation bei der Ausbildung ist denkbar – Schiedsrichter aus den Kreisen um Berlin können sich jederzeit für Ausbildungslehrgänge in der Hauptstadt melden. „Das sind große, aber auch gute Pläne. Wenn wir zumindest einiges davon umsetzen, sind wir auf einem guten Weg“, wagt Marko Schmidt, Mitglied des Schiedsrichterausschusses des FLB, einen optimistischen Ausblick.
Heinz Rothe, Vorsitzender Schiedsrichterausschuss

Die zentrale Frage nach Schiedsrichter-Nachwuchs

"Was müssen wir tun, damit wir auch weiterhin genug qualifizierte Schiedsrichter haben, um einen ordentlichen Spielbetrieb abzusichern?" Dies war die zentrale Frage bei der Beratung zu der der Schiedsrichterausschuss Kreisobleuten und -lehrwarte am ersten Novemberwochenende nach Luckenwalde eingeladen hatte und bei der alle Fußballkreise vertreten waren.

Erneut ging es in erster Linie um Möglichkeiten der Gewinnung, Ausbildung und Erhaltung von Schiedsrichtern. Vielfältige Ideen wurden diskutiert, einiges wurde nach der Klausurtagung in Blossin schon in Angriff genommen, manches befindet sich in der Planung. So wird unter der Regie des Schiedsrichter-Lehrwarts Christopher Musick im April 2018 in Blossin ein Lehrgang für Anfänger stattfinden, zu dem jeder Fußballkreis zunächst drei Kandidaten melden kann. Das kann aber nur die Ausnahme sein: Die Ausbildung von Schiedsrichtern ist und bleibt die Kernaufgabe der Fußballkreise, darüber waren und sind sich aber auch alle einig.

Die Teilnehmer der Tagung erarbeiteten einen Vorschlagskatalog, der in den Vorständen der Fußballkreise und mit den Vereinen diskutiert werden soll. Das Ziel besteht letztlich darin, auch weiterhin einen ordentlichen Spielbetrieb hinsichtlich der Besetzung der Spiele durch qualifizierte Schiedsrichter abzusichern.

Schiedsrichterobmann Heinz Rothe lag ein besonderer Dank am Herzen: "Der besondere Dank gilt erneut der Landesregierung, die für unsere Probleme immer wieder ein offenes Ohr hat und durch ihre Unterstützung diese Tagung ermöglichte."
Heinz Rothe, Vorsitzender Schiedsrichterausschuss



Lehrgang für Nachwuchs-Schiedsrichter

„So viel Schnee auf einem Haufen habe ich noch nie gesehen“, staunte Hannes Wilke, als er auf dem riesigen Gelände des Sportparkes Rabenberg in Sachsen (Erzgebirge) ankam. Hannes war einer der Teilnehmer eines unter doch recht ungewohnten Bedingungen stattfindenden Lehrganges für Nachwuchs-Schiedsrichter, den der FLB-Schiedsrichterausschuss vom 27. bis 31. Januar organisiert hatte. Lehrwart Christopher Musick und der Verantwortliche für Nachwuchs, Marko Schmidt, hatten ein anspruchsvolles Programm zusammengestellt, das von Jonas Belke, Tino Stein, Hannes Wilke, Max Stramke, Max Göldner, Max Mangold, Jennifer Zeuke und Vicky Werner sowohl im Theoretischen als auch im Praktischen einiges abverlangte.
Höhepunkt war dabei zweifellos der Besuch des Spieles der 2. Bundesliga FC Erzgebirge Aue – 1. FC Heidenheim mit der anschließenden Analyse des Spielverlaufes aus der Sicht des Schiedsrichters.

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Der Bayerische Schiedsrichter Florian Badstuebner, seine Assistenten, der 4. Offizielle und Schiedsrichter-Beobachter Thomas Frank aus Niedersachsen machten es den Brandenburger Schiedsrichtern  leicht, schnell ins Gespräch zu kommen. Trotz der gegenwärtig nicht einfachen Situation beim FC Erzgebirge (große Einschränkungen im Stadion durch Umbauarbeiten, schwierige Situation im Kampf um den Klassenerhalt) wurde ein sehr angenehmes Ambiente für die Auswertung geschaffen.
Peter Heydenbluth, dem „bekennenden Schiedsrichterfreund“, gebührt großer Dank, denn er  hat wieder einmal gezeigt, dass diese Einstellung nicht nur ein Lippenbekenntnis ist. Nur durch seine Unterstützung war diese Art der Weiterbildung möglich. Heinz Rothe, Vorsitzener Schiedsrichterausschuss

Zurück in die Zukunft – Das Lehrwarteforum 2.0

Nach erfolgreicher Konstitution des neuen Lehrstabes im vergangenen Herbst, kam dieser nun auf Einladung des Landeslehrwartes in Potsdam zurück an den runden Tisch um die zukünftige Strategie und Ausrichtung des Lehrwesens zu planen. Im Mittelpunkt dieses Forums stand neben der Bereitstellung aktueller Informationen aus dem FLB- und DFB-Bereich, vor allen Dingen die Präsentation und Diskussion der Zwischenergebnisse aus den einzelnen Arbeitsgruppen, die im Herbst gegründet wurden.

So wurde unter den Lehrwarten die erste Fassung eines Aus- und Förderkonzeptes für die FLB-Schiedsrichter diskutiert. Befürwortet wurde unter anderem die Einführung eines Sichtungslehrganges im Sommer. Konstruktiv wurde über Anreizsysteme und auch über Inhalte der Förderlehrgänge gesprochen, so dass die erste Fassung des Konzeptes nun einer weiteren Überarbeitung unterzogen wird. Ein weiteres Ergebnis war die Vorstellung einer Corporate Identity für Präsentationen. Hier sollen zukünftig alle Präsentationen der Lehrwarte gesammelt und einer formalen und inhaltlichen Prüfung unterzogen werden. Die Qualität der einzelnen Vorträge kann so noch weiter verbessert werden. Zudem setzt ein einheitliches Erscheinungsbild weitere qualitative Standards. Standards, von denen zukünftig auch Vereine profitieren könnten, denn diskutiert wurde auch die Erarbeitung einer Regelpräsentation für Vereine sowie die stetig brennende Frage nach der Gewinnung neuer Schiedsrichter.

Insgesamt zeigte sich Landeslehrwart Christopher Musick sehr zufrieden über die konstruktive Arbeitsatmosphäre und die vielversprechenden ersten Zwischenergebnisse. Es herrsche eine gute Stimmung im Lehrstab und die Hoffnung sei groß, dass im Verlauf der Legislaturperiode ein Großteil der angegangenen Projekte umgesetzt werden kann. So war die Rückkehr an den Arbeitstisch ein weiterer, gemeinsamer Schritt nach vorn.  

Qualität durch Kooperation - Lehrwarte treffen sich in Templin

Vom 20. bis zum 21. September 2014 trafen sich die Schiedsrichter-Lehrwarte aller Fußballkreise des Landes Brandenburg im Ahorn Seehotel in Templin. Unter der Leitung von Christopher Musick wurden neue Konzepte und Ideen für die weitere Zusammenarbeit diskutiert und Vorgehensweisen beschlossen. Nach den Kreisreformen im Land Brandenburg war es das erste Zusammentreffen dieser Art unter den Lehrwarten und so lernte man sich unter optimalen Bedingungen und in stets konzentriert arbeitender Runde kennen.


Ein Schwerpunkt in der Diskussion für die zukünftige Arbeit war die Qualitätssicherung im Bereich der Aus- und Weiterbildung von Schiedsrichtern durch stärkere Kooperation der Lehrwarte und somit der Kreise untereinander. In Auswertung dieses Forums ist es vorgesehen, dass die Lehrwarte der Fußballkreise künftig den Lehrstab im FLB bilden. Diese verstärkte Kooperation soll auch dazu führen, dass in Zukunft einheitlicher in den Kreisen gearbeitet werden kann und somit ein transparentes Aus- und Weiterbildungskonzept für das gesamte Land Brandenburg entsteht.
Um dieses Ziel dann auch zeitgemäß umsetzen zu können, wurde auch das Potenzial der Online-Lehre vorgestellt und diskutiert. Susanne Gnädig, eine Referentin vom Weiterbildungsinstitut edukado, stellte in anschaulicher Art und Weise die Möglichkeiten von Internet-Lernportalen vor.
Auch das zunehmende Interesse am Futsal geht nicht spurlos an den Lehrwarten vorbei. So musste aus regeltechnischer Sicht ein neues Terrain erschlossen werden. Dies geschah zunächst durch die Ausführungen des Futsal-Schiedsrichters Martin Hagemeister, später in praktischer Form auf dem Mini-Fußballfeld, wo das theoretisch erlangte Wissen gleich in die Tat umgesetzt werden konnte.
Ein besonderer Dank gilt dem Leiter und Verantwortlichen für den inhaltlichen Teil der Veranstaltung, Christopher Musick, sowie Schiedsrichterobmann Heinz Rothe, der für die Organisation verantwortlich zeichnete und Martin Hagemeister für die logistische Vorbereitung und Unterstützung vor Ort.
Die ausgesprochen positive Resonanz der Lehrwarte Bernd Sammel, Jan Seidel, Jonas Belke, Boris Meister, Matthias Alm, Fabian Schulte, Michael Schulz und Eric Tegge zeigt, dass eine Zusammenarbeit in dieser Art und Weise zukünftig wünschenswert ist und beibehalten werden sollte.
Jonas Belke, Lehrwart Fußballkreis Niederlausitz

Teste Dich selbst im Schiedsrichter-Video-Quiz

Jeder kennt das. Der Lieblingsverein spielt. Dann verweigert der Schiedsrichter einen Elfmeter. Die Sache scheint glasklar: „Das ganze Stadion hat gesehen, dass es ein Handspiel war, nur der Schiedsrichter nicht!“ Wirklich? Ist es tatsächlich so einfach, Fouls, Handspiele und Abseitsstellungen innerhalb von Sekundenbruchteilen zu erkennen? Auf FUSSBALL.DE kann man das jetzt testen. 

Auf fussball.de soll es jeden Monat einige Szenen aus dem Profifußball geben und in Form eines Schiedsrichter-Video-Quiz vorspielen. Im entscheidenden Moment hält das Video an und man muss entscheiden. Strafstoß oder Schwalbe? Handspiel oder nicht? Gelbe oder rote Karte? Erst in der Auflösung wird dank Wiederholung und Zeitlupe klar, welche Entscheidung richtig gewesen wäre.

Ergänzend dazu kann man auch checken, wie man sich als Schiedsrichter-Assistent an der Seitenlinie schlagen würde. In der Rubrik „Abseits oder nicht?“ muss man entscheiden, ob man die Fahne heben würde oder nicht. Und wird merken, wie komplex diese Entscheidung ist. Greift der Spieler überhaupt ins Geschehen ein? Wo steht er im Moment der Ballabgabe? Kommt der Ball vom Mitspieler oder vom Gegner? Und das alles innerhalb von Sekundenbruchteilen. Ausprobieren lohnt sich!  

Für aktive Schiedsrichter und solche, die es werden wollen, ist das eine einfache Möglichkeit, die eigene Urteilsfähigkeit zu trainieren. Für Spieler, Trainer und emotionale Fans hilft die neue Rubrik vielleicht, sich einmal in die schwierige Situation eines Schiedsrichters hineinzuversetzen. Und beim nächsten Mal vielleicht etwas besonnener bei einer umstrittenen Entscheidung zu reagieren.

Der Link zum Schiedsrichterquiz:

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