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12-Jähriger ist Landes-Fairplay-Sieger

Für Janne Weinreich, D-Juniorenspieler des FV Preussen Eberswalde, war es ein großer Tag. Nicht nur, dass die Traditionself des 1. FC Union Berlin bei seinem Verein zu Gast war, vielmehr stand der 12-Jährige noch vor dem Anpfiff der Partie selbst im Mittelpunkt des Geschehens. Denn Janne war zum Landesfairplay-Sieger gekürt worden und erhielt an diesem Tag von Dieter Dünnbier, Fairplay-Beauftragter, nicht nur die Glückwünsche des FLB und sondern auch die Einladung zur Auszeichnungsveranstaltung des DFB nach Hamburg. Einmal im Jahr zeichnet der DFB Aktionen aus, die im Rahmen der "Fair-ist-mehr"-Initiative von den Landesverbänden gemeldete werden.

Als Dieter Dünnbier dem Nachwuchskicker verriet, was außerdem mit dieser Auszeichnung verbunden ist, war die Freude besonders groß: der Besuch des WM-Qualilfikations-Spiels der Nationalelf gegen Tschechien! So wird Janne sicherlich schon voller Vorfreude dem 8. Oktober entgegenfiebern.

Über das faire Verhalten von Janne Weinreich hatte der FLB nach Hinweis von Susann Dutz, Trainerin der 5. D-Junioren-Mannschaft des BSC Marzahn, in seiner Verbandszeitschrift berichtet:  „Am Pfingstsamstag spielten wir ein gut organisiertes Turnier beim SV 1908 Grün-Weiß Ahrensfelde, dies ist noch nichts Besonderes. Auch nicht, dass in den Vereinen Flüchtlingskinder am Training teilnehmen. Unser Mohammed kam ohne Mama und Papa nach Berlin und spielte nun in Ahrensfelde sein erstes Turnier für unseren BSC und das mit Bravour. Bei der Ehrung der Mannschaften und Spieler wurde kurz über sein Schicksal berichtet.
Nach der Verabschiedung ging ich mit meinen Jungs zum Auto und keiner merkte, dass uns jemand folgte. Es war Janne Weinreich, Spieler vom FV Preußen Eberswalde, der kurz zuvor als bester Spieler ausgezeichnet wurde. Janne übergab seinen eben erhaltenen Pokal für den besten Spieler des Turniers an unseren Mohammed! Was für eine Geste – ein kleiner Junge ganz groß!“

Die faire Geste von Janne aus dem Fußballkreis Oberhavel/Barnim war eine von 17 landesweiten Meldungen, die den FLB erreichten. Woche für Woche gibt es auf und neben den Sportplätzen zahlreiche faire Gesten. Gern wollen wir diesen die öffentliche Aufmerksamkeit zukommen lassen, die jeder einzelnen eigentlich gebührt. Doch dazu benötigt der Landesverband aufmerksame Zuschauer, Trainer, Vereinsoffizielle, die uns über solche informieren. Eine kurze E-Mail genügt!

Landesfairplay-Sieger geehrt

Wenn die deutsche Nationalmannschaft am 17. November 2015 in Hannover gegen die Niederlande spielt, wird unter den Zuschauern auch Jens Hannuschke sitzen. Der Torwart der SG Hertha Niewitz (Fußballkreis Südbrandenburg) hat als Landessieger des FLB in der DFB-Aktion „Fair ist mehr“ eine Einladung zu diesem Spiel erhalten. Überbracht wurde sie in der Halbzeitpause des Saisonauftaktspiels des FC Energie Cottbus in der 3. Liga gegen den Halleschen FC vom Landesfairplay-Beauftragten Dieter Dünnbier im Beisein weiterer Vereinsmitglieder.
Im Punktspiel der Kreisliga gegen den SV Wudritz Ragow, das der Tabellenletzte unbedingt gewinnen musste, hatte Jens Hannuschke beim Stand von 0:1 in der 84. Minute den Schiedsrichter auf eine irrtümliche Abseitsentscheidung hingewiesen. Der daraus resultierende Eckstoß führte zum 0:2, doch für den fairen Sportsmann war es wichtig, wenn schon, dann zumindest anständig zu verlieren. Am Saisonende stiegen die Niewitzer dann auch tatsächlich aus der Liga ab. Der DFB schreibt in jeder Saison die Aktion „Fair ist mehr“ aus, um faires Verhalten auf und neben dem Platz zu fördern. Die Vereine sind aufgerufen, positive Beispiele an den Landesverband zu melden, der diese gemeinsam mit Sachpräsenten des DFB und Einladungen zu Spielen des FC Energie Cottbus würdigt.

Fairplay - so wird's gemacht

Laut dem Onlinelexikon wikipedia ist Fairplay ein Begriff, „der ein bestimmtes sportliches Verhalten kennzeichnet, das über die bloße Einhaltung von Regeln hinausgeht. Es beschreibt eine Haltung des Sportlers, und zwar die Achtung des bzw. den Respekt vor dem sportlichen Gegner sowie die Wahrung seiner physischen und psychischen Unversehrtheit. Der sportliche Gegner wird als Partner gesehen oder zumindest als Gegner, dessen Würde es zu achten gilt, selbst im härtesten Kampf.“

Die Einhaltung dieser Werte sollte eigentlich für jeden Sportler eine Selbstverständlichkeit sein, doch im Kampf um Sieg und Niederlage oder im Eifer des Gefechts geht das leider manchmal unter. Trotzdem gibt es immer wieder Momente, in denen sich Sportler durch Fairplay auszeichnen. Woche für Woche in den Amateurligen, aber auch im Profibereich, in dem es eine hohe Aufmerksamkeit auf sich zieht.

Fairplay hat viele Facetten und sollte nicht nur gegenüber Gegenspielern eingehalten werden. Auch Mitspieler, Trainer oder Schiedsrichter haben eine faire Behandlung verdient und sollten sich ebenso daran halten. Von solch einer Atmosphäre können alle profitieren. Deshalb bieten wir in unserem Servicebereich auf „Mein Fußball“ für alle unterschiedlichen Zielgruppen einfache und praktische Tipps.

Angefangen im Spielerbereich, in dem Ihr Inhalte zum Fairplay gegenüber allen im Fußball involvierten Personen findet (mehr). Weiter geht es bei den Trainern, die ihre Spieler am fairsten behandeln, wenn sie die unterschiedlichen Charaktere und Spielweisen kennen. Dazu gehören auch Grundkenntnisse über die Pubertät und die Vorbildrolle, die man als Trainer einnimmt (mehr). Durch „gegenseitigen Respekt“ erreicht man am meisten. Wie das geht, erfahrt Ihr hier.

Wenn es um Fairplay geht, nehmen die Schiedsrichter eine entscheidende Rolle ein. Sie sind für die Einhaltung der Regeln verantwortlich und müssen selbst stets unparteiisch bleiben. Trotzdem kommt es immer wieder zu Konflikten auf dem Platz, weil eine Mannschaft oder einzelne Spieler sich benachteiligt vorkommen. Hilfreiche Tipps aus und für die Praxis finden die Referees hier.

Fazit: Von Fairplay profitieren wir alle – Spieler, Trainer, Schiedsrichter, Vereinsmitarbeiter oder Zuschauer – aber jeder muss es auch in seinem Bereich vorleben.

Flexible Mannschaftsstärke

Volker Peter, Staffelleiter der Brandenburgliga der A-Junioren,  erreichte folgendes Schreiben des A-Junioren-Trainers des Ludwigsfelder FC, Enrico Barkowski: „Hiermit wollen wir nochmals auf die Fairplay-Aktion der A-Junioren des BSC Süd 05 aufmerksam machen. Wir wissen nicht, inwieweit Schiedsrichter Sandro Tochtenhagen schon einen Bericht gefertigt hat, aber solche Aktionen kann man nicht oft genug erwähnen und auch nicht jeder Verein ist zu solchen Aktionen bereit. Aus den unterschiedlichsten Gründen konnten wir leider nur mit neun Spielern der A-Junioren zum Punktspiel der Brandenburgliga zum BSC Süd 05 fahren. Wir wollten aber unbedingt dieses Spiel absolvieren – dazu waren die neun Spieler schon bereit. Als wir in Brandenburg/Havel ankamen, traf ich den Trainer Michael Flottron und schilderte ihm unsere Situation. Danach bereiteten wir uns auf die Begegnung vor mit Einweisung, Warmmachen... Kurz vor dem Spielbeginn nahm der Trainer Michael Flottron seine Mannschaft draußen an den Trainerbänken nochmals zusammen, um mit ihnen zu reden. Als beide Teams aufliefen, stellten wir fest, dass die Brandenburger Trainerkollegen ihre Mannschaft ebenfalls auf neun Mann reduziert hatten. Wir bedankten uns sofort für dieses faire Verhalten, welches nicht selbstverständlich ist und auch nicht von jeder Mannschaft getätigt wird. In der 15. Spielminute verletzte sich ein Brandenburger Spieler und musste am Spielfeldrand behandelt werden. Da sahen wir es als für nur selbstverständlich an, unsere Mannschaft zu reduzieren, um solange in Unterzahl zu bleiben, bis der Spieler wieder bereit war zu spielen. Demzufolge spielten wir acht gegen acht. Leider konnte der Spieler nicht weiter spielen, da die Verletzung doch schwerer war und Brandenburg schickte einen anderen Spieler aufs Feld. Erst danach füllten auch wir wieder auf. Wir wünschen dem Spieler auf diesem Wege natürlich die beste Genesung und hoffen, dass es keine ernsthafte Verletzung ist. Leider haben sich im Verlauf der Partie auch bei uns noch Spieler verletzt. Da wir als Trainer für die Gesundheit der Spieler verantwortlich sind, trafen wir mit den Trainern von Brandenburg gemeinsam in der Halbzeit die Entscheidung, diese Begegnung abzubrechen. Darüber hat dann auch unser Spielführer den Schiedsrichter informiert.“

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