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Förderung für Vereine: 1:0 für ein Willkommen

Vereine, die sich um die Integration von Flüchtlingen bemühen, können über die DFB-Stiftung Egidius Braun Fördermittel beantragen.

Das Sonderprojekt unter dem Motto "1:0 für ein Willkommen" wurde gemeinsam mit der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration sowie mit zusätzlicher Unterstützung der Nationalmannschaft gestartet. Fußballvereine werden mit einem einmaligen Beitrag in Höhe 500 Euro unterstützt.

Alle wichtigen Informationen zur Antragstellung finden Sie unter folgendem Link:

Spielberechtigung für Flüchtlingskinder

Unter den Flüchtlingen, die nach Deutschland kommen, sind nicht selten auch Kinder, die ihre Familienangehörigen verloren oder keinen Kontakt in die Heimat haben. Was aber, wenn diese Kinder oder Jugendlichen beim örtlichen Verein Fußball spielen wollen? Wenn die Eltern die nötigen Unterlagen nicht unterschreiben können – kann dann trotzdem eine Spielberechtigung erteilt werden?
Die Antwort ist ein deutliches Ja. Internationale Vereinswechsel laufen dabei in Deutschland nach einem klar geregelten Verfahren ab. Rund 16.000 solcher Wechsel gab es im Jahr 2013, rund 4.000 betrafen Minderjährige. Im Jahr 2013 kamen zwischen 500 und 1.000 Flüchtlingskinder nach Deutschland und wollten hier Fußball spielen, die meisten bei einem Verein unterhalb der Regionalligen. Diese Anliegen wurden problemlos und schnell realisiert.
Grundlage für internationale Wechsel ist Artikel 19, Ziffer 1 des FIFA-Reglements. Er verbietet zum Schutz der Kinder internationale Vereinswechsel minderjähriger Fußballspieler, wobei allerdings drei Ausnahmen gelten: 1. Die Eltern beziehen im Land des neuen Vereins ihren Wohnsitz. 2. Der Wechsel findet innerhalb der EU statt. 3. Der Spieler wohnt höchstens 50 Kilometer von einer Landesgrenze entfernt und der Verein liegt ebenfalls höchstens 50 Kilometer entfernt von dieser Landesgrenze.
Für ein minderjähriges Flüchtlingskind etwa aus Syrien oder Afghanistan passt meistens keine dieser Ausnahmen. Aufgrund der Vielzahl relevanter Fälle hat die FIFA dem DFB aber eine „beschränkte Befreiung“ gewährt, die besagt, dass nur internationale Vereinswechsel minderjähriger Spieler zu einem Verein der ersten vier Leistungskategorien (Bundesliga bis Regionalliga) der FIFA zur Beurteilung vorgelegt werden müssen. Durch diese Befreiung kann die überwiegende Mehrheit von minderjährigen Flüchtlingskindern, sofern sie jünger als zwölf Jahre sind, bereits nach kurzer Zeit in Deutschland Fußball spielen. Sie benötigen hierfür eine Spielberechtigung, die der jeweilige Landesverband ausstellt. Um spielberechtigt zu sein, ist für Minderjährige dabei die Unterschrift eines Erziehungsberechtigten erforderlich. Für Kinder, deren Eltern nicht erreichbar sind oder in besonders schlimmen Fällen nicht mehr leben, reicht die Unterschrift eines sogenannten Verfahrenspflegers, der in Deutschland eingesetzt wird, zum Beispiel die Leitung des Flüchtlingsheims. Dr. Hans-Dieter Drewitz, als Vizepräsident des DFB verantwortlich für den Jugendbereich, unterstützt diese praktikable Umsetzung: „Wir wollen, dass jedes Kind, das Fußball spielen möchte, auch möglichst schnell und unbürokratisch die Gelegenheit dazu bekommt.“
Nach dem vollendeten zwölften Lebensjahr wird für die Spielberechtigung laut FIFA-Vorgabe zusätzlich ein „internationaler Freigabeschein“ benötigt, den das Herkunftsland ausstellt. Wenn von einem Nationalverband aus einer Krisenregion nach 30 Tagen keine Rückmeldung auf die entsprechende Anfrage erfolgt, kann die Spielberechtigung aber unter Vorbehalt erstellt werden. dfb/swk

Bei minderjährigen Spielern (zwischen 10 und 18 Jahren) aus dem Ausland müssen folgende Dokumente in der Pass-Stelle eingereicht werden:

Außerdem gibt eine Broschüre des DFB Antworten auf viele Fragen.
Zur Broschüre "Willkommen im Verein"

Willkommensturnier mit Kriegsflüchtlingen

Somalische Kriegsflüchtlinge überraschend Dritte beim Fußballturnier

Fußballteams aus Fürstenwalde, Berlin und Frankfurt (0der) trafen sich in der Pneumanthalle
zum ersten "Willkommensturnier mit Kriegsflüchtlingen". Eingeladen hatten die BSG Pneumant gemeinsam mit dem  Projekt "Jugend gegen Gewalt", das schon seit 18 Jahren sehr erfolgreich in Fürstenwalde junge Menschen über den Sport, speziell mit dem gemeinsamen Fußballspielen, die gegenseitige Achtung und Anerkennung des Anderen, auch des anders Denkenden, vermitteln will.

Mit „ No Limit", dem „FC Bremer" und den "Somalis Stars" (allesamt Kriegsflüchtlinge beziehungsweise junge Ausländer/Asylbewerber) kristallisierten sich im Turnierverlauf gleich drei Fürstenwalder Teams im Kampf um die drei ersten Plätze heraus.
Es wurde überaus fair und sportlich gekämpft und es gab nicht mal eine Verwarnung geschweige eine gelbe Karte.

Insbesondere auch die „ Somali Stars" zeigten erstaunlich gute technische Ansätze und konnten am Ende einen beachtlichen dritten Platz verbuchen.
Sieger wurde „No Limit" knapp vor dem „FC Bremer", Vierter wurden die jungen Kicker vom „M &. M´s Nordclub" noch vor den erfolgsverwöhnten Teams „Cosmos 1" und „TUS Klingetal".
Projektleiter Wilfried Bremer lobte bei der Siegerehrung die jungen Organisatoren für die Idee, Vorbereitung und Durchführung des ersten „Willkommensturniers mit Flüchtlingen"
in Fürstenwalde und hofft, dass dieser gelungene Auftakt mit als Wegbereiter für weitere Treffen zwischen jungen Deutschen und jungen Flüchtlingen dient.
Dank gilt auch der Raiffeisen-Volksbank Oder/Spree Beeskow e.G., die auch dieses Turnier wiederum unterstützte.
Karsten Wehrmann, Ines Pergande, Marco Schulz , Marcel Mondrie
Redaktionsteam Projekt Jugend gegen Gewalt

Voneinander lernen, miteinander leben

Am 13. Juni haben der FLB und die AOK Nordost in Cottbus den Integrations- und Vielfaltpreis verliehen, um herausragende Aktivitäten in der Integration von Menschen mit Behinderung und Migrationshintergrund, sozial schwachen Familien sowie Homosexuellen zu würdigen. In seiner Laudatio hob FLB-Präsident Siegfried Kirschen den wertvollen Beitrag hervor, den die Preisträger leisten: für einen von Vielfalt und Toleranz geprägten Fußball und damit für eine moderne, werteorientierte Gesellschaft. Nicht ohne aufzufordern: „Bitte nehmen Sie den Preis nicht nur als Anerkennung für Ihr bisheriges Wirken, sondern auch als Ansporn, sich auch weiterhin so aktiv der Integrations- und Vielfaltarbeit zu widmen.“
Die Übergabe der Prämien-Schecks erfolgte im Rahmen einer emotionalen und feierlichen Auszeichnungsveranstaltung im Cottbuser Kontor 47. Hierhin hatte der FLB nicht nur die neuen, sondern auch die ersten Preisträger eingeladen. Auch Dr. Martina Münch, Ministerin für Bildung, Jugend und Sport in Brandenburg, war der Einladung gefolgt. Sie würdigte in ihrer Ansprache die Arbeit des Sports, „denn der bringt Menschen zusammen wie kein anderer Bereich. Im Sport geht es darum, miteinander für ein Ziel zu kämpfen und ein Team zu sein. Die Stärken und Schwächen des anderen zu erkennen und zu akzeptieren. Voneinander lernen, miteinander leben, wir alle haben noch sehr viel zu tun“, dankte sie deshalb den Preisträgern für ihr Engagement und auch dem Landesverband und der AOK Nordost als Initiatoren der Ausschreibung.


AOK-Marketingleiter Matthias Auth konnte hieran fast nahtlos anfügen: „Wir wären froh, müssten wir den Preis nicht mehr vergeben, aber wir treffen uns hier wieder, so lange es nötig sein muss!“ Schließlich sei man als Gesundheitskasse ein Spiegelbild der Gesellschaft und deshalb in der Verantwortung, bürgerliches Engagement, Ehrenamt, Integration und Vielfalt zu unterstützen. „Für den Fußball haben wir uns bewusst entschieden!“
13 Vereine, Schulen und Initiativen aus den Fußballkreisen hatten sich um die Vergabe des Integrations- und Vielfaltpreises beworben, den beide Partner zum zweiten Mal ausgelobt hatten. Nach dem Votum der Jury, die im Mai getagt hatte, wurde die Auszeichnung an den FSV 63 Luckenwalde, den Verein Straßenfußball, den Senftenberger FC 08 und den SC Victoria 1914 Templin vergeben. Alle vier Vereine hatten mit den detaillierten Bewerbungsunterlagen zu ihrer langjährigen integrativen Arbeit überzeugen können und dürfen sich nun über Geldprämien in einer Gesamthöhe von 6.000 Euro freuen.

Behindertensport

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