Fussball-Landesverband Brandenburg e.V.

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14.01.2009
FLB-Präsident wünscht sich faires Masters in Neuruppin

Das Sportcenter Neuruppin ist am Freitag, 16. Januar 2009, ab 18.00 Uhr traditionell Austragungsort des Brandenburg-Masters. Mit dabei sind die Regionalligisten SV Babelsberg 03 und FC Energie Cottbus II, die Oberligisten FSV Optik Rathenow, SV Falkensee-Finkenkrug und Ludwigsfelder FC, die Qualifikanten des Hallenmasters der Brandenburgligisten, FSV 63 Luckenwalde und FC Strausberg, sowie Gastgeber MSV 1919 Neuruppin. Auf eine Teilnahme verzichtet haben leider die Oberliga-Teams vom Brandenburger SC Süd 05 und SV Germania 90 Schöneiche.
Die Halle in der Fontanestadt hat sich in den letzten Jahren als würdige Spielstätte erwiesen. Hier wird FLB-Präsident Siegfried Kirschen dem neuen Hallenmeister nach dem Finale den Pokal überreichen. „Ich wünsche mir vor allem, dass die Zuschauer sich so fair verhalten wie beim Brandenburgliga-Masters am vergangenen Wochenende in Eberswalde“, so sein Appell an alle Besucher. Dass sich die Mannschaften aus Luckenwalde und Strausberg bei diesem Turnier durchsetzen konnten, ist für den Verbandspräsidenten zwar überraschend. Aber: „Beide Mannschaften haben sich verdient qualifiziert und erfreulicher Weise auch ihren Startplatz für das Masters in Neuruppin wahrgenommen.“
Das Turnier wird zunächst in zwei Staffeln á vier Mannschaften ausgetragen. Anschließend wird die nächste Runde des Landespokals ausgelost, bevor die Halbfinals anstehen. Mit den Neun-Meter-Schießen um die Plätze 7 und 5 geht es weiter, bis schließlich das „kleine“ und „große Finale“ angepfiffen werden. Ob Vorjahressieger Babelsberg am Ende erneut als Sieger nach Hause fahren wird…? Das Teilnehmerfeld verspricht durchaus einen spannenden Wettkampf. Trotzdem soll auch auf dem bandenumsäumten Feld der Wunsch Siegfried Kirschens und aller Fußballfreunde gelten: der nach Fairplay.

09.01.2009
Die neue Saison beginnt in der Halle

Das Hallenmasters der Brandenburgliga wird am Sonntag, 11. Januar 2009, 14.00 Uhr, in Eberswalde angepfiffen. Von den acht Mannschaften SV Altlüdersdorf, FSV 63 Luckenwalde, SV Babelsberg 03 II, FC Strausberg, Eisenhüttenstädter FC Stahl, FSV Union Fürstenwalde, TuS 1896 Sachsenhausen und Ausrichter FV Motor Eberswalde qualifiziert sich der Sieger sowie das zweitplatzierte Team für das Brandenburgmasters am 16. Januar 2009, 18.00 Uhr, in Neuruppin.

05.01.2009
Bestimmungen für die Halle

Dem Anhang entnehmen Sie bitte die Durchführungsbestimmungen der Endrunde der Hallenlandesmeisterschaft der Frauen, der Qualifikationsturniere und Endrunden (mit Spielplänen) der B-,C-,D-Juniorinnen sowie für die Hallenbestenermittlung der E- und F-Juniorinnen.

09.01.2009
Top-Fußball unterm Dach
DFB-Hallenpokal: Premiere in Magdeburg als Quantensprung

Die Vorfreude steigt: Zum ersten Mal in der Geschichte des T-Home/DFB-Hallenpokals ist die Liga der Weltmeisterinnen zu Gast in Magdeburg. Am 24. Januar 2009 treten alle zwölf Mannschaften der Frauen-Bundesliga bei dem einzigartigen Turnier an, das zum insgesamt 16. Mal veranstaltet wird. Damit wagt der Deutsche Fußball-Bund (DFB) einen Quantensprung.
Denn von 2000 bis 2008 wurde das Turnier in der Bonner Hardtberghalle ausgetragen. Mit einer Zuschauer-Kapazität von 2.500 Besuchern wurde sie dem Ansturm der Fans allerdings nicht mehr gerecht. Weshalb der DFB die Austragung des T-Home/DFB-Hallenpokals neu ausschrieb. Den Zuschlag bekam schließlich Magdeburg mit seiner 5.000 Zuschauer fassenden Bördelandhalle. Das Ziel ist damit eindeutig, gleichwohl ambitioniert: Angestrebt wird eine Verdoppelung der Zuschauerzahl.
5000 Euro Preisgeld für den Sieger
Seit seiner ersten Auflage im Jahr 1994 in Koblenz hat sich der T-Home/DFB-Hallenpokal der Frauen zu einem Event entwickelt, das mittlerweile zahlreiche Anhänger gefunden hat. Neben Koblenz (1994 bis 1996) zählte noch Frankfurt (1997 und 1998) und Dessau (1999) zu den Ausrichterstädten, ehe der T-Home/DFB-Hallenpokal acht Jahre in Bonn ausgetragen wurde. Im Jahr 2008 wurde der T-Home/DFB-Hallenpokal, durch die Änderung der Prämienregelung, weiter aufgewertet. Der DFB erhöhte das Antrittsgeld von 1.500 auf 10.000 Euro, verdoppelte zudem die Prämien für den Titelgewinner, den Zweiten und die Halbfinal-Teilnehmer. Der Sieger des T-Home/DFB-Hallenpokals erhält 5.000 Euro, der Zweitplatzierte 3.000 Euro, die Halbfinalisten jeweils 1.000 Euro. Titelverteidiger des T-Home/DFB-Hallenpokals ist der 1. FFC Turbine Potsdam, der das vergangene Turnier mit einem 2:1 im Finale gegen den FCR 2001 Duisburg gewann. Rekordgewinner ist der 1. FFC Frankfurt mit vier Siegen, gefolgt von Turbine Potsdam mit drei Siegen.
Turnierbeginn schon um 10.00 Uhr
Das Turnier beginnt am Samstag, 24. Januar 2009, schon um 10.00 Uhr. Die ursprünglich geplante Anstoßzeit wurde um eine Stunde vorverlegt, weil der MDR eine Sondersendung zum T-Home/DFB-Hallenpokal plant. Von 17.00 bis 18.00 Uhr strahlt der MDR die Sendung „Sport im Osten extra“ aus der Bördelandhalle - mit den Höhepunkten des Turniers und hochkarätigen Gesprächspartnern - live aus. Die Halbfinal-Spiele werden deshalb schon gegen 15.51 Uhr und 16.08 Uhr, das Finale um 16.35 Uhr angepfiffen.
Zum Rahmenprogramm des T-Home/DFB-Hallenpokals gehören unter anderem Autogrammstunden mit zahlreichen Nationalspielerinnen, eine Choreografie der „Ballzauberinnen“ von DFB-Trainerin Tina Theune sowie die Auslosung des Halbfinales des DFB-Pokals der Frauen.
Die Preise für Tickets liegen zwischen 7,50 Euro (Gruppenkarten) und 20 Euro (Sitzplatz Tribüne). Karten gibt es unter www.dfb.de oder an folgenden Vorverkaufsstellen: Fußballverband Sachsen-Anhalt e. V., Friedrich-Ebert-Str. 62, 39114 Magdeburg Tel: 0391 850280, Fax 0391 8502899, E-Mail: h.scheinhardt@fsa-online.de Magdeburg Ticket, Ernst- Reuter- Allee 12, 39104 Magdeburg, Tel: 0391 53 34 811; Kartenhaus „im Allee- Center“, Ernst-Reuter- Allee 11, 39104 Magdeburg, Tel: 0391 53 13 559; Fan-Shop 1. FC Magdeburg/Ticketcenter, Otto-von-Guericke-Str. 46 a, 39104 Magdeburg, Telefon: 0391/8869327; Ticketcenter im Kaufland Sudenburg, Halberstädter Str., 39112 Magdeburg Telefon: 0391/4089576; TiM Ticket- Tickets in Mitteldeutschland GmbH, Galeria Kaufhof Passage Am Markt 20 – 21, 06108 Halle (Saale), Tel: 0345 2029771

Hallenpokal der Frauen

27.11.2008
Wer gegen wen in der Qualifikation? (aktualisiert mit Ansprechpartnern)
Aktualisiert am 20. Januar 2009

Die Einteilung der Mannschaften auf die vier regionalen Qualifikationsturniere zur Hallenlandesmeisterschaftsendrunde am 15. Februar 2009 in Kremmen wurde vom Frauen- und Mädchenausschuss vorgenommen.
Die jeweiligen Sieger der Qualifikationsturniere komplettieren das Starterfeld bei der Endrunde, welches sich aus den gesetzten Brandenburg-Ligisten auf den Plätzen 1-6, nach Beendigung des 9. Spieltages der höchsten Spielklasse im Landesverband, zusammensetzt.

Die Kreise melden ihre Teilnehmer bitte dem Ansprechpartner - hier dem Verantwortlichen für Frauen- und Mädchenfußball - des Kreises, der das Qualifikationsturnier ausrichtet! Auch die Vereine der Landesliga Frauen und der Brandenburg-Liga der Frauen melden ihre Daten direkt dem oben genannten Ansprechpartner.

Im Anhang finden Sie die Durchführungsbestimmungen, die Einteilung Qualifikationsturniere sowie die Meldeliste für die Spielerinnen, die Ergebnismeldung des Qualifikationsturnieres und eine Übersicht der Ansprechpartner für die Qualifikationsturniere.

08.01.2009
Den Landesverband mit Ehrgeiz nach vorn bringen
Interview zum Jahreswechsel mit Siegfried Kirschen, Präsident des Fußball-Landesverbandes Brandenburg (FLB)

Herr Präsident, wieder ist ein Jahr vorüber. Welche Bilanz können Sie für unseren Landesverband ziehen?
Ich bin mit den erreichten Ergebnissen sehr zufrieden – wir haben unsere Hausaufgaben gut erledigt. Das heißt, wir haben den gesamten Spielbetrieb in der Art und Weise organisiert und durchgeführt, wie man sich das vorstellt. Der Spielausschuss und alle anderen Gremien haben eine vorbildliche Arbeit geleistet. Darüber hinaus gab es eine Fülle von Aktivitäten, die unsere ganze Hingabe forderte. Allein der mit unserer Landesregierung organisierte „Spieltag für Menschlichkeit und Toleranz“ war in Vorbereitung und Durchführung ein Projekt, das enormen Aufwand einnahm. Am Ende waren wir alle froh, dass es uns gelungen ist, mit dieser Aktion auf die Werte des Fairplay aufmerksam zu machen und eine Nachhaltigkeit darin zu erreichen, dass seit diesem Spieltag der Handschlag zur Begrüßung als eine Geste des Respekts vor dem Anpfiff zum festen Bestandteil unserer Spiele geworden ist.

Zunehmende Aufgaben bekommen wir auch vom DFB übertragen…
So ist es. Auch die Aufgaben unseres Dachverbandes konnten wir gut erfüllen. Egal ob die Stichworte Vereinswettbewerb oder DFBnet heißen, hier nehmen wir als Landesverband führende Positionen innerhalb des DFB ein. Aber auch ein zweiter oder dritter Platz ist noch ausbaufähig. Ich bin der Auffassung, dass sich noch mehr Vereine am Vereinswettbewerb beteiligen können, genau wie ich glaube, dass noch mehr Vereine die Vorzüge der Vereinsverwaltung in Anspruch nehmen sollten. Nicht zu vergessen ist die große Aktion der DFB-Minispielfelder. 25 von insgesamt 1.000 dieser Kunstrasenplätze sind im letzten Jahr innerhalb kürzester Zeit in unserem Verbandsgebiet entstanden. Dass nun nur noch ein Platz auf seine Einweihung wartet, zeugt von der guten und reibungslosen Zusammenarbeit unserer Steuerungsgruppe mit vielen Partnern auf kommunaler und Vereinsebene. Ein besonderes Lob gilt den Kreisvorsitzenden: In vielen Fällen ebneten sie in Vorgesprächen mit den kommunalen Trägern das Fundament.

Neben diesen sehr guten Ergebnissen im Jahr 2008 – gibt es auch Dinge, die Ihnen nicht gefallen haben?
Trotz aller Bemühungen, die wir walten lassen, gibt es nach wie vor zu viele Vorkommnisse, die dem Fairplay zuwider sind. Wir messen dem Fairplay-Gedanken ganz entscheidende Bedeutung bei. Und auch die Vereine müssen erkennen, dass sie in der Verantwortung sind für das, was auf dem gesamten Sportgelände passiert. Nicht nur für die Spieler auf dem Rasen, sondern auch für die Zuschauer und die Offiziellen auf der Bank. Aus diesem Grunde haben wir auch den verbandsinternen Fairplay-Wettbewerb erweitert. Im Spielbetrieb hat ein Nichtantritt eines Brandenburgligisten für Missfallen gesorgt. Das muss auf jeden Fall die Ausnahme bleiben, wir gehen davon aus, dass sich dies nicht wiederholen wird.

Und wie sieht es mit dem Nachwuchs aus?
Betrachten wir zunächst den gesamten Nachwuchsbereich im Verband, kann man feststellen, dass sich dieser auch 2008 hervorragend entwickelt hat. Wir haben auf allen Ebenen einen gut strukturierten Fußball im Jugendbereich. Die zweite Seite ist der Nachwuchs, der in die Spitze geht. Gegenwärtig haben wir sechs Spieler im DFB-Auswahlbereich. Bei den hervorragenden Bedingungen, die wir in Cottbus und auch in Frankfurt (Oder) haben, müssen wir aber noch größere Anstrengungen unternehmen, um dem DFB noch mehr Spieler für Auswahlmannschaften zur Verfügung zu stellen. Erst dann können wir zufrieden sein! Hier sind auch unsere 17 DFB-Stützpunkte gefordert. Ich erinnere, dass wir einer der wenigen Landesverbände sind, die nach der Neustrukturierung alle Stützpunke erhalten konnten. Die bisher erreichten Ergebnisse befriedigen mich noch nicht.

Wobei die Abrechnung bei den Mädchen positiver ausfällt…
Gut, dass Sie den weiblichen Bereich erwähnen. Die Entwicklung ist hier nach wie vor stabil, aber wir müssen zur Kenntnis nehmen, dass andere Landesverbände jetzt nachziehen. Es erwächst uns auch hier große Konkurrenz, die Ergebnisse bei den Turnieren der Landesauswahlmannschaften sprechen eine deutliche Sprache. Aber wir sind stolz auf unsere acht Teilnehmerinnen bei den U17- beziehungsweise U20-Weltmeisterschaften im November und Dezember des vergangenen Jahres.

Thema Weltmeisterschaft. Wiederum werden eine Cottbuser und eine Potsdamer Mannschaft Deutschland bei der Schul-Weltmeisterschaft im April in der Türkei vertreten…
Das ist eine tolle Sache. In erster Linie müssen wir aber die Entwicklung zum Bundesliga- und vielleicht sogar zum Nationalspieler sehen. Dass die Voraussetzungen für diesen Schritt gegeben sind, zeigt auch die erneute Qualifikation zur Schul-WM. Diese Talente dürfen nicht in ihrer Entwicklung stehen bleiben! Das Bestreben der Lehrer und Trainer nicht nur in Cottbus und Potsdam, sondern auch in Frankfurt (Oder) zielt in diese Richtung. Ich möchte in diesem Zusammenhang noch einmal daran erinnern: Für die Erhaltung der „Fußball-Außenstelle“ in der Oderstadt war viel Überzeugungsarbeit nötig. Jetzt müssen Ergebnisse diese Entscheidung rechtfertigen.

Wie sehen Sie dabei die Zusammenarbeit mit anderen Institutionen und Verantwortungsträgern?
Ich möchte deutlich zum Ausdruck bringen, dass die Zusammenarbeit mit dem Landessportbund (LSB) und dem Ministerium für Bildung, Jugend und Sport vorzüglich ist, dafür danke ich ausdrücklich. Wir sind einer von mehr als 50 Fachverbänden innerhalb des LSB und uns als zahlenmäßig stärkster Verband auch unserer besonderen Verantwortung bewusst.

Nun hat auch der SV Babelsberg 03 ein Nachwuchsprojekt gestartet. Ein richtiges Signal unseres zweithöchsten Verbandsvertreters?
Auf jeden Fall. Ich persönlich hätte es gern gesehen, wenn es uns gelungen wäre, im Bereich der Potsdamer Eliteschule auch talentierte Jungen mit einzuschulen. Da sich dies aber nicht realisieren lässt, ist diese „Eigeninitiative“ zu begrüßen. Wir unterstützen dieses Projekt und wollen deshalb im Februar zu einem runden Tisch einladen, bei dem alle Einzelheiten abgesprochen werden sollen.

Uns als Land gehen dann weniger Talente verloren?
Das ist der Sinn. Wer den Sprung an die Sportschulen Cottbus oder Frankfurt (Oder) nicht geschafft hat oder die Schulen verlässt könnte in Potsdam eine neue Chance erhalten.

2009 ist das Vorjahr des nächsten Verbandstages. Gibt es Vorstellungen, etwas an den Strukturen des Verbandes zu ändern oder haben sich diese bewährt?
Es gibt Überlegungen meinerseits, den Beirat aufzulösen und die Kreisvorsitzenden in den Vorstand zu integrieren. Damit soll der Stellenwert der Kreisvorsitzenden angehoben und auch ihre Kompetenz in den Kreisen selbst erhöht werden.

Im Fußballentwicklungsplan des DFB wird erwartet, dass die Anzahl der Kreise insgesamt verringert wird. Auch im Land Brandenburg?
Zunächst erstmal haben wir bereits einen Punkt erfüllt: In unserem Landesverband gibt es keine Bezirke mehr. Bei den Kreisen ist es in der Tat so, dass wir sehr kleine Kreise haben, die nach den Vorstellungen des DFB so gar nicht mehr existieren sollen. Aber auch hier müssen wir die besonderen Bedingungen des Flächenlandes Brandenburg akzeptieren. Und deshalb haben auch Kreise mit weniger als 30 Vereinen Anspruch auf Existenz. Jedem Vorschlag auf Zusammenlegung zweier Kreise stehe ich aber sehr positiv gegenüber. Meine Aufforderung, sich Gedanken zu sinnvollen Kreisfusionen zu machen, kann ich gegenüber den Kreisvorsitzenden nur noch einmal wiederholen. Gespräche mit den Vereinen zu dieser Problematik sollten auf jeden Fall geführt werden. Die Situation heute ist in vielen Kreisen eine andere als vor 18 Jahren, als die gegenwärtigen Strukturen entstanden. Damals spielten vor allem wirtschaftliche Aspekte, zum Beispiel kurze Reisen, eine wesentliche Rolle. Heute sind die noch immer von größerer Bedeutung als in den alten Bundesländern, aber ich stelle zunehmend fest, dass auch die Qualität des Spielbetriebes in den Mittelpunkt rückt. Im Nachwuchs scheint mir ein überkreislicher Spielbetrieb, auch unter dem Aspekt der demographischen Entwicklung, ohnehin sinnvoll.

Wie haben sich die verschiedenen Arbeitsausschüsse seit dem letzten Verbandstag bewährt?
Die Berufung der einzelnen Arbeitsausschüsse durch den Vorstand war sportpolitisch notwendig. Aufgrund der gegebenen Situation wird möglicherweise der jetzige Arbeitsausschuss Sicherheit in einen satzungsgemäßen Verbandsausschuss umgewandelt. Auch für den Qualifizierungsausschuss ist dies denkbar.

Sie haben jetzt Ausblicke für die mittelfristige und spätere Zukunft gegeben. Wie sieht es im nächsten Jahr konkret aus? Wie zu hören ist, soll das DFB-Mobil nun zum Einsatz kommen?
Jawohl, das ist so. Ungefähr ab Mai wird unserem Landesverband das Fahrzeug für drei Jahre zur Verfügung stehen. Zehn bis zwölf Besuche wird es in diesem Zeitraum jedem Fußballkreis abstatten. Die Hauptaufgabe besteht darin, den Vereinen Hilfe und Unterstützung bei der Durchführung des Trainingsprozesses in allen Altersklassen zu geben. Diese direkte Verbindung zu den Vereinen an der Basis wird auch einer der Hauptschwerpunkte unserer Arbeit im kommenden Jahr sein. Als eine weitere persönliche Zielstellung sehe ich die Suche nach Kooperationspartnern an. Hier können sich über gemeinsame Projekte Beziehungen erschließen, die über ein bloßes Sponsoring hinausgehen. Die finanziellen Mittel, die uns daraus zur Verfügung stünden, würden wiederum andere Budgets entlasten und könnten für zusätzliche Aufgaben genutzt werden, zum Beispiel für den Kreisauswahlbetrieb oder auch für Fahrkostenzuschüsse im Nachwuchsbereich. Wie so etwas funktionieren kann, zeigen im übertragenen Sinne unsere Kooperationsverträge mit den beiden polnischen Wojewodschaftsverbänden Lubuskie und Dolnoslaski, die wir mit Blick auf die Europameisterschaft 2012 erneuert haben. Und dass die Verträge nicht nur auf dem Papier bestehen, sondern mit Leben erfüllt werden, beweisen unter anderem ein reger Schiedsrichteraustausch und gemeinsame Aktivitäten im Nachwuchsbereich sowie in der Trainerqualifizierung.

Kommen wir von der Basis zum Spitzensport. Wie sehen Sie die Entwicklung bei Turbine Potsdam?
Ich denke, bei der gegenwärtigen Konstellation haben sich die Chancen auf den Meistertitel auf ein Minimum reduziert. Aber die junge Mannschaft ist in dieser Saison angekommen. Ihr gehört die Zukunft und schon in der nächsten Saison wird sie noch stärker auftrumpfen. In diesem Jahr sollte der DFB-Pokal nunmehr das große Ziel sein und ich freue mich schon jetzt auf den Pfingstsonnabend im Berliner Olympiastadion. Und auch um die Weltmeisterschaft im Jahr 2011 in unserem Land muss uns nicht bange sein. Es gibt genügend talentierte Spielerinnen, die bis dahin den Weg in das Nationalteam schaffen können.

Welche Hoffnungen haben Sie für den Lausitzer Bundesligisten?
Schon zu Beginn der Saison war klar, dieses Jahr wird wieder ein Kampf gegen den Abstieg. All diejenigen, die im Verlauf der ersten Halbserie den FC Energie Cottbus schon abgeschrieben haben, sind wohl jetzt eines Besseren belehrt worden. Denn Energie hat gezeigt, dass dem Verein der Erhalt der Bundesliga in der Region wichtig ist. Wenn wir als Verband da auch direkt keinen Einfluss nehmen können, so sind wir sehr daran interessiert, dass der FCE die Klasse hält. Schließlich ist das neben Hertha BSC der einzige Verein im Nordosten Deutschlands mit einer Bundesligamannschaft. Wir freuen uns, dass wir eine sehr enge Verbindung zu Energie Cottbus haben. Sowohl zum Präsidenten, als auch zur Geschäftsführung und bis hin zum Cheftrainer. Das zeigt sich in kontinuierlichen Zusammenkünften und auch darin, dass uns der Verein bei sozialen Projekten – der Auszeichnung von Ehrenamtlichen, der „Fairplay-Geste des Monats“ und der Eltern-Aktion – unterstützt. Wir als Landesverband fördern in erster Linie die Nachwuchsarbeit der Lausitzer.

Wobei in der Öffentlichkeit vielfach die Meinung besteht, dass davon in der Bundesligatruppe nichts ankommt…
Natürlich wünschen wir uns, dass es der eine oder andere junge Spieler aus dem eigenen Nachwuchs schafft, in der ersten Mannschaft Fuß zu fassen. Das wäre für den Verein, die Identifikation mit der Region durchaus von Bedeutung. Arne Feick und Martin Männel sammeln jetzt Erfahrungen beim Drittligisten in Aue. Vielleicht verschaffen sie sich dort die Spielpraxis, die zu einer Leistungssteigerung und zurück in die Bundesliga führt…

Als ehemaliger FIFA-Referee widmen Sie sich wieder verstärkt der „schwarzen Zunft“. Für Aufsehen sorgte dabei Ihre Berufung zum Vorsitzenden des NOFV-Schiedsrichterausschusses im Frühjahr. Wie verstehen Sie dieses Amt?
Es ist meine Aufgabe, in allererster Linie Schiedsrichter aus dem gesamten NOFV-Bereich für höhere Aufgaben vorzubereiten. Hier gibt es bekanntlich Nachholbedarf. Wenn da auch Unparteiische aus dem Landesverband Brandenburg dabei sind, ist mir das natürlich eine besondere Freude.

Welcher Brandenburger könnte einmal den großen Sprung schaffen?
Nach gegenwärtigen Erkenntnissen hat Martin Bärmann gute Chancen, in den nächsten Jahren eine solche Entwicklung zu vollziehen, aber auch einige andere haben in den Junioren-Bundesligen ihr Talent schon unterstrichen. Und natürlich erwarten wir, dass Stefan Lupp seine Chance wahrnimmt, sich als Assistent für den internationalen Bereich zu entwickeln. Aber auch die Basis im FLB habe ich im Blick. Nach wie vor gilt es, junge Schiedsrichter zu gewinnen. Meine Idee der Ausbildung von Referees an Gymnasien innerhalb von Projektwochen wird von vielen Kreisen sehr positiv angenommen. Dieses Projekt wird deshalb auf alle Fälle weiter laufen. Im Übrigen freue ich mich über das Engagement aller Mitglieder des Schiedsrichterausschusses, mit vielen neuen Ideen die Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter weiter voranzubringen.

Vor geraumer Zeit haben Sie Ihren 65. Geburtstag gefeiert, ohne deshalb in den „Ruhestand“ getreten zu sein. Neben Ihrem Amt als FLB-Präsident sind Sie in verschiedenen Gremien des DFB und NOFV vertreten. Mal Hand aufs Herz, wäre diese Vielzahl an Aufgaben überhaupt zu leisten, wenn Sie noch Ihrem Beruf nachgingen?
Eindeutig nein, mein Hobby ist jetzt zum Beruf geworden. Ich kann nicht feststellen, dass ich nun mehr Zeit hätte als vorher. Ich bin tagtäglich in den verschiedensten Funktionen für den Fußball unterwegs. Aber, bei aller Belastung, macht mir das Freude und ich bin mit großem Engagement und Ehrgeiz dabei, unseren Landesverband weiter voranzubringen.

Silke Wentingmann-Kovarik

08.01.2009
Auch Jugendleiter brauchen Nachwuchs!

Ertsmalig bietet der FLB einen Lehrgang zur Ausbildung zum Vereinsassistenten an. Dieser richtet sich speziell an Jugendliche zwischen 16 und 22 Jahren, die im Verein auch Aufgaben in den Bereichen Betreuung, Training, Organisation... übernehmen möchten. Für viele Jugendleiter ist das ein Weg, sich jungen, engagierten Nachwuchs zur Unterstützung in der Jugendabteilung heranzuziehen.
Der Vereinsassistent kann zum Beispiel Jugendmannschaften betreuen, Trainingseinheiten leiten, bei der Organisation von Veranstaltungen helfen, Ferienmaßnahmen vorbereiten und, und, und
Der Lehrgang vom 2. bis 6. Februar im Sport- und Bildungszentrum Lindow wird durch den DFB unterstützt und kostet inklusive aller Leistungen pro Teilnehmer nur 50,- Euro.
Anmeldungen über die FLB-Geschäftsstelle, Oliver Nitschke
Telefon 0355 4310271
E-Mail oliver.nitschke@flb.de
Kompakte Informationen erhalten Sie nochmals im Anhang!

05.01.2009
Vereine stark machen
Was tun gegen Diskriminierung und Rassismus im Fußballverein?

Praxisorientiert beginnt das neue Jahr. Gemeinsam mit dem Bündnis für Demokratie und Toleranz und dem Projekt „am Ball bleiben“ veranstaltet der Fußball-Landesverband Brandenburg (FLB) am 23./24. Januar 2009 im Potsdamer Kongresshotel eine kostenlose Weiterbildung, die Themen aufs Tableau bringt, die man nicht unter den Teppich kehren kann. Rassismus, Diskriminierung, Fremdenfeindlichkeit, Gewaltbereitschaft muss man nicht tatenlos gegenüberstehen — in vier Workshops an den zwei Tagen können die Teilnehmer Wissen erlangen, was man in welchem Fall tun kann, wie man mit bestimmten Situationen umgeht... Für die eröffnende Talkrunde und für die Leitung der Arbeitsgruppen wurden Fachleute aus Politik und Sport gewonnen.
Der FLB bietet diese Regionaltour unter dem Titel „Vereine stark machen“ für alle Vereine, Schiedsrichter, Trainer, Betreuer und auch Spieler an. Trainern und Vereinsmanagern bis zur C-Lizenz wird die Teilnahme als Fortbildung mit acht Stunden anerkannt.
Informationen zum Tagungsort, Kongresshotel Potsdam am Templiner See, Am Luftschiffhafen 1, sowie zum genauen Ablauf der Veranstaltung entnehmen Sie bitte der pdf im Anhang.

04.01.2009
Viel Glück...

für 2009! Erich Kästner bemerkte: „Wird’s besser, wird’s schlimmer fragt man alljährlich. Seien wir ehrlich. Leben ist immer lebensgefährlich“.
Für das neue Jahr wünschen wir Ihnen den nötigen Mut und Enthusiasmus, um Ihre ganz persönlichen und speziellen Vorhaben umzusetzen. Foto: DominoXL/pixelio

18.12.2008
Ein schönes Weihnachtsfest!

Vom Schenken

Schenke groß oder klein,
aber immer gediegen.
Wenn die Bedachten die Gabe wiegen,
sei dein Gewissen rein.

Schenke herzlich und frei.
Schenke dabei,
was in dir wohnt
an Meinung, Geschmack und Humor,
so dass die eigene Freude zuvor
dich reichlich belohnt.

Schenke mit Geist ohne List.
Sei eingedenk,
dass dein Geschenk -
Du selber bist.
Joachim Ringelnatz

Wir bitten zu beachten, dass die Geschäftsstelle des FLB vom 23. Dezember 2008 bis 3. Januar 2009 geschlossen ist.

Foto: ReinerSturm/pixelio

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