Fussball-Landesverband Brandenburg e.V.

Home | News | Passwesen

23.09.2015
Spielberechtigung für Flüchtlingskinder

Unter den Flüchtlingen, die nach Deutschland kommen, sind nicht selten auch Kinder, die ihre Familienangehörigen verloren oder keinen Kontakt in die Heimat haben. Was aber, wenn diese Kinder oder Jugendlichen beim örtlichen Verein Fußball spielen wollen? Wenn die Eltern die nötigen Unterlagen nicht unterschreiben können – kann dann trotzdem eine Spielberechtigung erteilt werden?

Die Antwort ist ein deutliches Ja. Internationale Vereinswechsel laufen dabei in Deutschland nach einem klar geregelten Verfahren ab.
Grundlage dafür ist Artikel 19, Ziffer 1 des FIFA-Reglements. Er verbietet zum Schutz der Kinder internationale Vereinswechsel minderjähriger Fußballspieler, wobei allerdings drei Ausnahmen gelten: 1. Die Eltern beziehen im Land des neuen Vereins ihren Wohnsitz. 2. Der Wechsel findet innerhalb der EU statt. 3. Der Spieler wohnt höchstens 50 Kilometer von einer Landesgrenze entfernt und der Verein liegt ebenfalls höchstens 50 Kilometer entfernt von dieser Landesgrenze.

Für ein minderjähriges Flüchtlingskind etwa aus Syrien oder Afghanistan passt meistens keine dieser Ausnahmen. Aufgrund der Vielzahl relevanter Fälle hat die FIFA dem DFB aber eine „beschränkte Befreiung“ gewährt, die besagt, dass nur internationale Vereinswechsel minderjähriger Spieler zu einem Verein der ersten vier Leistungskategorien (Bundesliga bis Regionalliga) der FIFA zur Beurteilung vorgelegt werden müssen. Durch diese Befreiung kann die überwiegende Mehrheit von minderjährigen Flüchtlingskindern, sofern sie jünger als zehn Jahre sind, bereits nach kurzer Zeit in Deutschland Fußball spielen. Sie benötigen hierfür eine Spielberechtigung, die der jeweilige Landesverband ausstellt. Um spielberechtigt zu sein, ist für Minderjährige dabei die Unterschrift eines Erziehungsberechtigten erforderlich. Für Kinder, deren Eltern nicht erreichbar sind oder in besonders schlimmen Fällen nicht mehr leben, reicht die Unterschrift eines sogenannten Verfahrenspflegers, der in Deutschland eingesetzt wird, zum Beispiel die Leitung des Flüchtlingsheims.

Nach dem vollendeten zehnten Lebensjahr wird für die Spielberechtigung laut FIFA-Vorgabe zusätzlich ein „internationaler Freigabeschein“ benötigt, den das Herkunftsland ausstellt. Wenn von einem Nationalverband aus einer Krisenregion nach 30 Tagen keine Rückmeldung auf die entsprechende Anfrage erfolgt, kann die Spielberechtigung aber unter Vorbehalt erstellt werden. Das heißt: Der FLB stellt eine Anfrage an den DFB, der wiederum an den entsprechenden Nationalverband – die 30-Tage-Frist beginnt mit der DFB-Anfrage an den Nationalverband.

Bei minderjährigen Spielern (zwischen 10 und 18 Jahren) aus dem Ausland müssen folgende Dokumente in der Pass-Stelle eingereicht werden:

15.07.2014
Zweitspielrechte ab sofort möglich
Vorstand beschließt Ordnungsänderungen zum neuen Spieljahr

Der Vorstand des FLB hat in seiner ersten Tagung in der neuen Struktur am 14. Juli 2014 in Rangsdorf Änderungen der Spiel-, Jugend- und Finanzordnung beschlossen, die mit Veröffentlichung in Kraft treten. In der Spielordnung betrifft dies allgemein-verbindliche Regelungen der DFB-Spielordnung zur Einführung von Zweitspielrechten für Studenten, Berufspendler und vergleichbare Personengruppen, zur Definition des Spielerstatus und zum Vereinswechsel beziehungsweise zur Anzeige von Vertragsspielern. Außerdem wurde die Einsatzberechtigung von Spielern bei Nutzung des DFBnet Spielberichts neu präzisiert.
In der Jugendordnung sind fortan Möglichkeiten der Spielberechtigung von jungen Menschen mit Behinderung in einer niedrigeren Altersklasse sowie Zweitspielrechte für Junioren und Juniorinnen geregelt. Eine Änderung der Finanzordnung bezieht sich auf eine Gesetzesänderung zur Erstattung von Reisekosten. Demnach sind die Fahrtkostenpauschalen für Mitfahrer sowie die Nutzung von Fahrrädern entfallen und es gelten neue Pauschalbeträge für Motorräder und Mopeds.
Alle Änderungen sind im Anhang veröffentlicht. Die kompletten Neufassungen der Satzung und Ordnungen stehen kurzfristig unter http://www.flb.de/Service/Downloads/Statuten.php zur Verfügung. Zu Rückfragen wenden Sie sich bitte an die Geschäftsstelle, Telefon 0355 4310220, E-Mail geschaeftsstelle@flb.de.
 
Michael Hillmann, Geschäftsführer
 
 
Beschlüsse des Vorstandes über Ordnungsänderungen_14-07-2014.pdf

16.12.2013
Altherren-Gastspieler nur noch über Pass-Stelle
DFBnet Spielbericht online kann ab 2014 auch im Altligabereich eingeführt werden

In mehreren Fußballkreisen des FLB ist in den vergangenen Monaten der Wunsch geäußert worden, den DFBnet Spielbericht online auch im Altherrenspielbetrieb einzusetzen. Wir freuen uns, mitteilen zu können, dass dies nunmehr zum 1. Januar 2014 möglich sein wird.

Mit dem DFBnet Spielbericht online kann die Gastspielgenehmigung nicht mehr manuell durch den Staffelleiter und somit ohne Bearbeitung der Pass-Stelle ausgestellt werden, da ohne Zuordnung zum Gastverein durch die Pass-Stelle der Spieler nicht auf die DFBnet Spielberechtigungsliste gesetzt werden kann.
Dieses Problem konnte durch die Entwicklung eines neuen Antragsverfahrens gelöst werden. Hierzu werden die Vereine, die einen Altherrenspieler als Gastspieler verpflichten möchten, um Einreichung des neuen Antragsformulars „Gastspielgenehmigung für Altherren-Mannschaften“ in der Pass-Stelle gebeten, welches vom Heimatverein und dem Spieler mit zu unterzeichnen und von der spielleitenden Stelle des Fußballkreises zu bestätigen ist.

Dem Antrag ist der bisherige Spielerpass im Original beizufügen, es wird stattdessen ein neuer Spielerpass mit dem Vermerk der Gastspielgenehmigung ausgestellt. Die Gastspielgenehmigung wird für ein Spieljahr erteilt und ist für jedes Spieljahr neu zu beantragen. Ein Einsatz in einer Männermannschaft des Heimatvereins ist nach den Bestimmungen der SpO Anhang Nr. 1 § 4 (3.) möglich. Für die Bearbeitung ist gemäß FO A. 4. 3. eine Passgebühr in Höhe von 10,- Euro nach Rechnungslegung zu entrichten. Michael Hillmann, Geschäftsführer

23.04.2013
Eine prima Sache - die Online-Beantragung von Pässen
Sorgfalt und Ehrlichkeit sind oberstes Gebot

Seit knapp zwei Jahren bietet der FLB seinen Vereinen die Möglichkeit, Anträge auf Erteilung einer Spielberechtigung online zu stellen. Das neue, unter www.dfbnet.org hinterlegte System bietet vielfältige Vorteile, zwingt die Vereine aber auch zu einer sorgfältigen Umsetzung der im § 10a der Spielordnung verankerten Bestimmungen. Im BFN-Interview äußert sich Marina Hein, Mitarbeiterin der Pass-Stelle, zu den bisherigen Erfahrungen in der Nutzung des Systems und gibt Hinweise zur Vermeidung von Fehlern.

Frau Hein, wie wird die Online-Passbeantragung von unseren Vereinen im Land Brandenburg angenommen? Sehr gut. Mehr als die Hälfte aller Vereine nutzt das System und erfreulicherweise kommen regelmäßig neue Vereine hinzu. Denn die Vorteile einer zügigen Bearbeitung ohne den Versand von Papierunterlagen sowie die weitestgehende Vermeidung von Schreibfehlern und Dubletten überzeugen immer mehr.

Bei welchen Vorgängen kann die Online-Passbeantragung genutzt werden? Aktuell können Erstausstellungen, regionale und überregionale Vereinswechsel sowie Abmeldungen über das Online-System beantragt werden. Internationale Transfers sowie die Beantragung von Spielberechtigungen für Vertragsspieler können hingegen weiterhin nur manuell erfolgen.

Können Sie bitte noch einmal zusammenfassen, welche Voraussetzungen für die Online-Beantragung von den Vereinen erfüllt werden müssen? Die erste Voraussetzung, das Vorhandensein einer Kennung, ist für alle Vereine erfüllt, da diese der Kennung für das DFBnet Postfach entspricht. Weiterhin muss der Verein sämtliche Antragsunterlagen, wie den vom Spieler oder gesetzlichen Vertreter unterzeichneten Antrag auf Spielberechtigung, eine Kopie vom Personaldokument, den alten Spielerpass oder den Nachweis über die Abmeldung, im Original vorliegen haben und zwei Jahre aufbewahren.

… und dies kontrollieren Sie auch… Ja, ich führe regelmäßige Stichproben durch, um die Rechtmäßigkeit der Antragstellung zu kontrollieren.

Und wie fällt Ihre Zwischenbilanz hierzu aus? Viele Vereine gehen sehr verantwortungsbewusst und sorgfältig mit den neuen Möglichkeiten der Online-Beantragung um. Leider gab es in den vergangenen Monaten aber auch eine Reihe von Beispielen, wonach die Antragstellung unter falschen Voraussetzungen erfolgte. Entweder lag der Original-Antrag im Verein nicht vor, es fehlte der Spielerpass des abgebenden Vereins oder anstatt eines Vereinswechsels mit Nicht-Zustimmung wurde fälschlicherweise ein Vereinswechsel mit Zustimmung beantragt.

Was tun Sie in solchen Fällen? Die Rechts- und Verfahrensordnung gibt mir die Möglichkeit, bestimmte Vergehen mit einer Geldstrafe zu sanktionieren und gegebenenfalls das Spielrecht bis zur Klärung des Sachverhaltes zu stornieren. Bei schwereren Vergehen muss ich den Vorgang allerdings dem Sportgericht zur Klärung übergeben.

Ein solcher Sachverhalt kostete einem Brandenburgligisten sogar zehn Punkte… So ist es. Der FV Preussen Eberswalde hatte für einen Spieler ein Spielrecht fahrlässig unter falschen Voraussetzungen beantragt, so dass der Verein die Punkte aus den Spielen verlor, in denen dieser Spieler unberechtigt mitgewirkt hatte. Dieses Beispiel sollte allen Vereinen zeigen, dass die eindeutigen Vorteile der Online-Beantragung nicht dazu führen dürfen, leichtfertig mit den damit verbundenen Pflichten umzugehen.

Was raten Sie den Vereinen konkret? In jedem Fall empfehle ich allen Vereinen, mich bei Fragen oder Problemen anzurufen, um eine Klärung herbeizuführen, anstatt „einfach“ einen fehlerhaften Antrag zu stellen. Denn irgendwann kommen solche Dinge ans Tageslicht – zum Nachteil der Vereine.

Eingangs des Interviews haben Sie die Vorteile des neuen Systems für die Vereine kurz skizziert. Hat damit auch für Sie der Arbeitsaufwand abgenommen? Nein, das ist insgesamt nicht der Fall. Zwar entfällt für mich die Eingabe der Daten in das System, die Antragsprüfung, die Ausstellung und der Versand des Passes sind aber weiterhin zu erledigen. Hinzu kommen die Abfragen und die Auswertung der Stichproben, die für die nachhaltige Akzeptanz des Systems unabdingbar sind.
Als Anhang finden Sie eine Hilfestellung zur Online-Beantragung. Interview: Silke Wentingmann-Kovarik

06.06.2012
Neue Entschädigungssätze
Änderung der DFB-Spielordnung für Vereinswechsel von Amateuren

Der DFB hatte eine Änderung des § 16 Nr. 3. 2. 1 der DFB-SpO beschlossen, die zum 1. Juli 2012 in Kraft getreten ist. Demnach gelten fortan neue Entschädigungsbeträge, durch deren Zahlung und Nachweis bis zum 31. August die Zustimmung des abgebenden Vereins ersetzt werden kann:
3. Liga oder höhere Spielklassen 5.000,- Euro
4. Spielklassenebene 3.750,- Euro
5. Spielklassenebene 2.500,- Euro
6. Spielklassenebene 1.500,- Euro
7. Spielklassenebene 750,- Euro
8. Spielklassenebene 500,- Euro
ab der 9. Spielklassenebene 250,- Euro

Zu eventuellen Rückfragen steht die Mitarbeiterin der Pass-Stelle, Marina Hein, Telefon 0355 4310250, E-Mail marina.hein@flb.de, gern zur Verfügung. Eine detaillierte Liste finden Sie als Anhang.

Michael Hillmann, Geschäftsführer

29.03.2012
Ein Spielrecht - zwei Pass-Nummern

Im Zuge systembedingter Umstellungen in der DFBnet-Passverwaltung wurden vor geraumer Zeit Passnummern bestehender Spielberechtigungen durch das System geändert. Daraufhin kam es in diesen Fällen zu Abweichungen zwischen den Passnummern, die auf den Spielerpässen bzw. in der Passverwaltung verzeichnet sind.

In Abstimmung mit dem Vizepräsidenten, dem Schatzmeister und dem Vorsitzenden des Spielausschusses teilen wir mit, dass das Vorliegen doppelter Passnummern bei Existenz gültiger Spielberechtigungen keine Spielrechtsverstöße, einschließlich eventueller Sanktionen durch die spielleitenden Stellen, nach sich ziehen kann. Dementsprechend ist eine Beantragung neuer Spielerpässe nicht notwendig!

Sollten Vereine in solchen Fällen die Neuausstellung von Spielerpässen wünschen, können sie diese eigenverantwortlich in der Pass-Stelle nach den Bedingungen der Finanzordnung II. A. 4. 3 (Duplikat) beantragen.

Wir bitten um sorgfältige Beachtung dieser Informationen. Zu Rückfragen steht die Mitarbeiterin der Pass-Stelle, Marina Hein, Telefon 0355 4310250, E-Mail marina.hein@flb.de, gern zur Verfügung.

18.05.2013
Wechselperiode I steht bevor
Grundsätze bei der Beantragung von Vereinswechseln gemäß SpO §§ 10 ff

Zeitraum:Die Wechselperiode I gilt vom 1. Juli bis 31. August. Abmeldungen vom alten Verein müssen bis zum 30. Juni erfolgen, die Einreichung der vollständigen Vereinswechselunterlagen ist bis zum 31. August möglich.
Nachweis zur Abmeldung des Spielers von seinem alten Verein ist der Einschreibebeleg mit Kopie der Abmeldung. Der Einschreibebeleg muss den Adressaten, das heißt: die offizielle Vereinsanschrift, enthalten. Auf der Abmeldung müssen ein Datum und die Unterschrift des Spielers, bei Junioren die Unterschrift des Erziehungsberechtigten, ersichtlich sein. Eine persönliche Abmeldung vom alten Verein kann nur anerkannt werden, wenn die Abmeldung mit Datum, Unterschrift und Vereinsstempel vom alten Verein bestätigt wurde. Bitte beachten: Abmeldungen per Mail oder Fax sowie mündliche Zusagen (auch mit Zeugen) können nicht anerkannt werden!
Zur Fristwahrung ist der Spielerpass innerhalb von 14 Tagen (Tag des Einschreibens oder Bestätigung vom Verein) mit dem Vermerk über die Zustimmung oder Nichtzustimmung auszuhändigen. Auf dem Pass müssen der Tag der Abmeldung, das letzte Spiel, die Zustimmung/Nicht-Zustimmung zum Vereinswechsel und gegebenenfalls offene Verbandsstrafen vermerkt werden.
Wichtig: Offene Mitgliedsbeiträge können im Einklang mit der DFB-Spielordnung nicht berücksichtigt werden und sind kein Grund, den Pass zurückzuhalten. Der 31. August ist auch der Termin, bis zu dem eine nachträgliche Zustimmung zum Vereinswechsel (auf Vereinskopfbogen) in der Pass-Stelle eingereicht werden kann.
Zu Rückfragen steht Marina Hein, Mitarbeiterin der Pass-Stelle, während der Wechselperiode I täglich von 13.00 bis 14.00 Uhr unter Telefon 0355 4310250 zur Verfügung.

(c) Fußball-Landesverband Brandenburg | Kontakt | Impressum | Datenschutzerklärung