Podiumsdiskussion am 1. Juli 2001 in Berlin
Seit Beginn der WM 2010 hat die Fußballbegeisterung das Land wieder fest im Griff. Doch einige der Männer, die den Beginn des deutschen Fußballs wesentlich mitprägten, sind heute fast in Vergessenheit geraten: Wer erinnert sich noch an Walther Bensemann, Initiator der „Ur-Länderspiele“ und Begründer des „Kicker“, oder Julius Hirsch und Gottfried
Fuchs, das legendäre Sturmduo des Karlsruher FV und die bis heute einzigen Juden in einer deutschen Nationalmannschaft? Sie alle eint ihre jüdische Herkunft und das Schicksal der Verfolgung während des Nationalsozialismus.
Noch bis zum 12. Juli ist in der Geschäftsstelle des Bündnisses für Demokratie und Toleranz (BfDT) die Ausstellung „Kicker, Kämpfer, Legenden – Juden im deutschen Fußball“ zu
sehen. Vom Centrum Judaicum konzipiert, greift sie die Lebenswege und Schicksale berühmter jüdischer Fußballspieler und –funktionäre auf und schlägt die Brücke zu auch heute noch aktuellen Themen im Fußball wie Antisemitismus, Rassismus und Diskriminierung.
Bevor die Wanderausstellung wieder weiterzieht, möchte das BfDT allen Interessierten und Sportfans die Gelegenheit geben, die Fußballstars von einst neu zu entdecken, und lädt zu einer Abschlussveranstaltung in die Geschäftstelle ein. Experten wie Klaus Schultz, KZGedenkstätte
Dachau, Thomas Hafke, Leiter des Fan-Projekts Bremen e.V. und Vernen
Liebermann, Fußballspieler beim TuS Makkabi Berlin e.V. diskutieren über die Ausstellung und ihre Aktualität im heutigen Fußball, aber auch über die integrative Kraft des Sports und jüdisches Leben in seinem Facettenreichtum. Erste Informationen zur Ausstellung im Anhang!