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11.11.2009
Tiefe Trauer auch in Brandenburg
Hinschauen - nicht abwenden, FLB-Präsident Siegfried Kirschen zum Tod von Robert Enke

Nationaltorwart Robert Enke ist tot. Mit großer Fassungslosigkeit wurde auch im FLB die Nachricht vom Freitod des 32-jährigen Familienvaters aufgenommen.
"Es ist schwer, passende Worte zu finden, mit denen man seiner Betroffenheit Ausdruck verleihen kann", so FLB-Präsident Siegfried Kirschen. Die Absage des für den kommenden Sonnabend geplanten Länderspiels gegen Chile begrüßt er als richtige Entscheidung.

„Es stellen sich viele Fragen zum Tod des jungen, erfolgreichen Menschen. Besonders traurig stimmt mich die Aussage, dass Robert Enke bereits viele Jahre unter Depressionen litt, den Weg einer Behandlung ausschlug und aus Angst vor Konsequenzen den Weg an die Öffentlichkeit scheute“, so der Psychologe Siegfried Kirschen. „Der Tod eines populären Mannes sollte die Gesellschaft aufrütteln, diese Krankheit nicht mehr zu stigmatisieren, sondern als schwere Erkrankung anzuerkennen“, formuliert er die Schlussfolgerung. „Bei Anzeichen, dass ein Sportler, ein Nachbar, ein Freund mit solchen Problemen zu kämpfen hat, müssen wir verhindern, dass man leichtfertig damit umgeht. Wir müssen ihm die Angst nehmen, dass ihm daraus Nachteile entstehen, denn diese Krankheit ist behandelbar!“

Brandenburgs Fußballer wünschen seiner Familie Kraft, diese schwere Zeit zu bewältigen.
Der aus Jena stammende Robert Enke begann seine Karriere im Tor des FC Carl Zeiss Jena, seit der Saison 2004/05 stand er im Tor von Hannover 96. Nach der EM und dem Rücktritt von Jens Lehmann war Enke die Nummer eins im Tor der Nationalelf geworden. Sein letztes von nur acht Länderspielen bestritt er am 12. August diesen Jahres.

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