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19.10.2016
Früh übt sich, was ein Trainer werden will

Vor kanpp drei Jahren feierte ein Projekt des DFB bundesweite Premiere: Mit Unterstützung der Commerzbank und in Zusammenarbeit mit den Landesverbänden startete die Ausbildung von Junior Coaches an Schulen in der Republik. Waren es im Schuljahr 2013/14 zunächst 50 Schulen im Land, so stieg die Zahl in den folgenden Jahren kontinuierlich. Das Angebot, das eine neue Säule innerhalb der DFB-Qualifizierungsoffensive darstellt, richtet sich an fußballbegeisterte Jugendliche ab 15 Jahre. Sie erhalten in einer 40-stündigen Schulung das Rüstzeug zur ersten Stufe eines vom DFB zertifizierten Übungsleiters. Ihre Ausbildung erfolgt direkt an der eigenen Schule. In welcher Form – ob als Projektwoche, in den Ferien, an bestimmten Schultagen – das stimmen die Schulen mit den Landesverbänden in der Vorbereitung des Lehrganges individuell ab. „Wir haben mit beiden Varianten gute Erfahrungen gemacht“, so das Fazit von FLB-Mitarbeiter Holger Zinke, der das Projekt an den Schulen hauptamtlich begleitet.
Am 16. Dezember 2015 war in Frankfurt (Oder) die Freude bei den frischgebackenen Coaches groß. Diesen Termin hatte sich FLB-Präsident Siegfried Kirschen freigehalten, er überreichte die Zertifikate, die als

Basis- beziehungsweise Einstiegsmodul zur Trainer C-Lizenz anerkannt sind. Referent und Lehrertrainer Mathias König sowie der Präsident des 1. FC Frankfurt (Oder), Markus Derling, waren nicht minder stolz auf den Nachwuchs. Denn der ideale Weg ist der von der Schule zum Verein. In Schulen sollen sie zunächst Arbeitsgemeinschaften leiten, Turniere organisieren – Spaß, Freude und Begeisterung für den Sport vermitteln und gleichzeitig helfen, das Image beziehungsweise Profil der Schule dadurch zu stärken. Auch die ortsansässigen Vereine können profitieren, denn hier braucht besonders der Jugendbereich viele qualifizierte und motivierte Trainer. Der erste wichtige Schritt in Richtung Lizenz liegt dann bereits hinter den engagierten Jugendlichen, sie haben wertvolle Erfahrungen gesammelt und wissen, was es heißt, Verantwortung zu übernehmen.

In Brandenburg waren die Sportschulen in Cottbus und Potsdam die ersten, die als Ausbildungsschule ausgewählt wurden, 24 Zertifikate konnten dann zum erfolgreichen Abschluss an die Junior Coaches übergeben werden. Nun sind wir im dritten Jahr und bisher hat sich die Zahl der teilnehmenden Schulen immer erhöht: Zu den beiden oben erwähnten Sportschulen kamen die Sportschule Frankfurt (Oder) sowie die Freiherr-von-Rochow Schule in Pritzwalk hinzu, mit Beginn des Schuljahres 2015/16 sind der Leonardo-da-Vinci-Campus Nauen, die Bürgelschule Rathenow, das von-Saldern-Gymnasium Brandenburg, das Luise-Henrietten-Gymnasium sowie das OSZ Oranienburg in das Projekt eingestiegen. Immer an der Seite der engagierten Referenten sind die zuständigen Filialleiter des lokalen Bankinstituts, das sich auch mit Bewerbertraining, alltagsnahen Vorträgen oder Vermittlung von Praktika einbringt.

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