Fussball-Landesverband Brandenburg e.V.

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04.09.2017
20 Jahre DFB-Aktion Ehrenamt

Seit der Gründung der Aktion Ehrenamt im Jahr 1997 verleiht der DFB in Zusammenarbeit mit seinen Landesverbänden jährlich den DFB-Ehrenamtspreis. Die Ehrenamtsbeauftragten wählen hierbei mit viel Fingerspitzengefühl die Preisträger – eine/n aus jedem Fußballkreis – aus. Diese werden, stellvertretend für die 1,7 Millionen ehrenamtlich und freiwillig Engagierten in den Amateurvereinen, für ihre hervorragenden ehrenamtlichen Leistungen ausgezeichnet werden. Alle Preisträger werden seitens der Landesverbände zu Dankeschön-Wochenenden eingeladen, die unter anderem öffentlichkeitswirksame Ehrungen, sportpolitische Diskussionen mit Prominenten und Besuche von Bundesligaspielen beinhalten. Aus allen Kreissiegern werden anhand eines bestimmten Kriterienkatalogs zudem die einhundert herausragend engagiertesten Ehrenamtlichen für ein Jahr in den "Club 100" des DFB aufgenommen.

Am Montag, 04.09.2017 hat im Rahmen des Länderspiels Deutschland gegen Norwegen die offizielle Ehrungsveranstaltung für alle Mitglieder des Club 100 im Mercedes-Benz Museum in Stuttgart stattgefunden. An der Gala zum 20-jährigen Jubiläum der Aktion Ehrenamt nahmen neben DFB-Präsident Reinhard Grindel, DFB-Generalsekretär Dr. Friedrich Curtius zahlreiche weitere Vertreter der „Fußball-Familie“ teil. Ein abwechslungsreiches Programm mit interessanten Gesprächsrunden, einem Rückblick auf die Geschichte der Aktion Ehrenamt und Besichtigung des Museums bildeten den Rahmen für die Anerkennungsauszeichnung der „Club 100-Mitglieder“. Vom FLB wurden Silke Scheler, Uwe Böhm und Andreas Bernhardt in den "Club 100" aufgenommen.

Abgerundet wurde der ereignisreiche Tag durch ein Ehrungsessen, den gemeinsamen Besuch des Länderspiels sowie einem Mitternachtssnack und gemütlichen Beisammensein zum Tagesausklang.

Mehr Informationen zur Aktion Ehrenamt sowie der DFB-Anerkennungskultur finden Sie unter: www.dfb.de/ehrenamt

 

21.07.2017
U 21 in Cottbus: Vorverkauf hat begonnen

Der Europameister kommt nach Cottbus. Die deutsche U 21-Nationalmannschaft trifft am 6. Oktober, 19 Uhr, im Stadion der Freundschaft auf Aserbaidschan und absolviert ihr zweites Qualifikationsspiel für die EM 2019 – das Team von DFB-Trainer Stefan Kuntz möchte mit einem Heimsieg wichtige Punkte sammeln, um in zwei Jahren in Italien und San Marino das „Projekt Titelverteidigung“ fortsetzen zu können. Der Vorverkauf für die Partie hat begonnen.

Tickets für das Spiel können im DFB-Ticketshop via tickets.dfb.de und über die DFB-Tickethotline (069 / 65 00 85 00, Kosten abhängig vom Telefonanbieter) sowie über den Fußball-Landesverband Brandenburg (Dresdener Straße 18, 03050 Cottbus, Tel.: 0355 / 43 10 241, Fax: 0355 / 43 10 230, Mail: stephan.hartnick@flb.de) und beim FC Energie Cottbus (Am Eliaspark 1, 03042 Cottbus, immer in der Woche vor den Heimspielen donnerstags von 15 bis 18 Uhr an der Stadionkasse Haupteingang) erworben werden.

Gruppentickets ab sechs Euro erhältlich

Die Karten gibt es in drei Kategorien und sie kosten zwischen 20 Euro (ermäßigt 15 Euro) und 10 Euro (ermäßigt 8 Euro). Ermäßigte Tickets sind für Kinder (sieben bis 16 Jahre), Schüler, Auszubildende, Studenten, Rentner und Personen mit Schwerbehindertenausweis ab 50 Prozent vorbehalten. Gruppenkarten – ab zehn Personen – kosten in der zweiten Kategorie 8 Euro und in der dritten Kategorie 6 Euro. Sie sind ausschließlich im Vorverkauf über den Fußball-Landesverband Brandenburg (Dresdener Straße 18, 03050 Cottbus, Tel.: 0355 / 43 10 241, Fax: 0355 / 43 10 230, Mail: stephan.hartnick@flb.de) erhältlich. Tickets für Rollstuhlfahrer für 7 Euro inklusive einer Begleitperson können über den DFB (Mail: ticket-order@dfb.de, Fax: 069 / 67 88 266) oder über den FC Energie Cottbus (Mail: i.korsowski@fcenergie.com, Tel.: 0355 / 75 695 71, Fax: 0355 / 75 695 14) bestellt werden – bitte die Kopien der Ausweise mitsenden. Spezielle Business-Tickets können online via www.dfb.de/vip-tickets/bestellung erworben werden.

Die Eintrittskarte gilt als Fahrberechtigung am Spieltag auf allen Verkehrsmitteln der Cottbusverkehr GmbH im Tarifgebiet „Cottbus AB“ – bis zu drei Stunden vor Beginn und drei Stunden nach Ende des Spiels. [rz]

Für Kartenbestellungen über den FLB verwenden Sie bitte dieses Bestellformular:

Zu Ihrer weiteren Information beachten Sie auch folgende Hinweise:

Länderspiel U21_061017.pdf

Länderspiel U21_061017_Gruppenkarten.pdf

Preistabelle_Stadion_Hinweise_U21_Cottbus.pdf

Informationen zur Anreise

Informationsblatt Sicherheit - U21 LS - 2017.pdf

 

 

16.06.2017
Gehör für die Jugend beim DFB

Zum Workshop „Zukunftswerkstatt“ lud der DFB am 10. Juni 2017 in die Zentrale nach Frankfurt/ Main ein. Dieser Einladung folgte aus dem FLB Dennis Walter. Der Nachwuchsfußballer des JFV Havelstadt Brandenburg , der zum „J-Team“ des Verbandsjugendausschusses gehört, nahm zusammen mit anderen Nachwuchsfußballern der 21 Landesverbände an diesem Pilotprojekt des DFB teil. Dabei ging es um die Probleme im Nachwuchsfußball. „Es war von Anfang an ein freundliches und angenehmes Klima im Hause des DFB und unter den Nachwuchsspielern“, berichtete Dennis Walter. Nach einer kurzen Vorstellungsrunde wurden alle Teilnehmer in drei Gruppen geteilt, um über ihre Erfahrungen, aber auch über ihre Sorgen zu sprechen.

„Beeindrucken ist, dass in allen Landesverbände ungefähr die selben Probleme herrschen“, so Walter, der speziell die Themen Schiedsrichter-  und Trainerwesen anspricht. Darüber wurde „ ausgiebig diskutiert“.  So sammelten die Nachwuchstalente ldeen, wie man zum Beispiel die Funktion des Schiedsrichters stärken oder die Ausbildung eines Trainer leichter gestalten kann.  Aber auch die Frage, wie der Fußball für alle Altersklassen attraktiv wird und bleibt, wurde kreativ diskutiert. Beim Workshop stellte sich in den Diskussionen heraus, dass es unterschiedliche Voraussetzung gibt. In Bezug auf die gesammelten Erfahrungen in den Landesverbänden, wurden alle gesammelten Ideen und Probleme „von einer Zeichnerin festgehalten“, zeigte sich Walter begeistert.

Nach dem Workshop wurden die Teilnehmer durch die DFB-Zentrale geführt. Für den Brandenburger waren es „unvergessliche Momente“  insbesondere die Pokale.

Am Abend schauten die Nachwuchssportler in gemütlicher Runde das EM-Qualifikationsspiel zwischen Deutschland und San Marino und es „entstanden superinteressante Gespräche und sogar Freundschaften“. Die Teilnehmer des Workshops zeigten sich begeistert  vom Workshop und hoffen auf ein baldiges Wiedersehen um die gesammelten Ideen weiter zu entwickeln. „Ein besonderer Dank geht an Leon Ries und Johannes Schillen vom DFB für die sehr gute Organisation und Durchführung des Workshops“, zeigt sich Dennis Walter erfreut über den Besuch in den „heiligen Hallen des DFB“.

24.05.2017
Mehr als ein Dankeschön ans Ehrenamt

Ein Wochenende voller bleibender Erlebnisse verbrachten sieben der acht DFB-Ehrenamtspreisträger des FLB gemeinsam mit den Kreissiegern des befreundeten Fußballverbandes Mittelrhein und ihren Partnerinnen und Partnern vom 19. bis 21. Mai 2017 in Potsdam. Angefangen von der Ehrung mit dem DFB-Ehrenamtspreis im Kongresshotel Templiner See, über eine Stadtrundfahrt durch Brandenburgs Landeshauptstadt und den Besuch des Bundesliga-Saisonabschlusses zwischen Hertha BSC und dem TSV Bayer 04 Leverkusen im Berliner Olympiastadion bis hin zu einer Schifffahrt mit Spargelessen durch das Havelland nahmen die Teilnehmer viele schöne Eindrücke mit nach Hause. „Das Wochenende hat uns sehr gut gefallen“, meinte stellvertretend Norbert Ruch, der Preisträger aus dem Fußballkreis Oberhavel/Barnim, dessen Ehefrau Kerstin bereits vor sechs Jahren die gleiche Ehrung erfahren hatte, „nun werden wir weiter an der Basis kämpfen.“

Dass die DFB-Aktion „Ehrenamt“ in all den Jahren von den Fußballkreisen mit Engagement und viel Liebe begleitet wurde, war dem FLB Anlass, zur Jubiläumsveranstaltung auch die Kreisehrenamtsbeauftragten einzuladen. Dieter Dünnbier, der Verbandsehrenamtsbeauftragte, dankte ihnen ganz besonders für ihre Arbeit, vergaß aber auch nicht, auf die gute Zusammenarbeit zwischen Ehren- und Hauptamt einzugehen. „Eine Gemeinschaft, die in unserem Verband in all den Jahren immer wichtiger geworden ist“, sagte er mit Blick auf die zunehmenden Aufgaben, vor allem aber auch auf eine positive Verbandskultur.

24.05.2017
Männertag im Stadion der Freundschaft
Finaltag der Amateure live

Der Countdown läuft: Morgen am 25. Mai pünktlich 12.45 Uhr wird das Finale im AOK-Landespokal Brandenburg im Cottbuser Stadion der Freundschaft angepfiffen.

Auch das Brandenburger Finale ist Teil der großen Livekonferenz der ARD - knapp acht Stunden Fußball im TV!

Aber Stadion ist eben Stadion: Organisieren Sie den Männertagsausflug ins Stadion der Freundschaft!
Allen Fans wird eine rechtzeitige Anreise empfohlen!

Eintrittskarten für dieses Finalspiel erhalten Sie noch heute an den bekannten Vorverkaufsstellen des FC Energie Cottbus sowie der des FSV 63 Luckenwalde (Reisebüro Intertours, Rudolf-Breitscheid-Straße 25, 14943 Luckenwalde).
Für Kurzentschlossene gibt es Eintrittskarten wie üblich an der Tageskasse.

Eine Information an die Radfahrer sei nicht vergessen:
Im benachbarten Eliaspark stehen ausreichend Fahrradstellplätze zur Verfügung.

Interessante Fakten finden Sie auch hier

16.05.2017
Männertag im Stadion
Kartenvorverkauf für das Finale um den AOK-Landespokal Brandenburg nutzen!

Nur noch eine Woche…  dann wird am 25. Mai pünktlich 12.45 Uhr das Finale im AOK-Landespokal Brandenburg im Cottbuser Stadion der Freundschaft angepfiffen.

Die Spielleitung für diesen Saisonhöhepunkt wurde Schiedsrichter Nico Savoly übertragen. Ihm zur Seite stehen die Schiedsrichter-Assistenten Sandra Stolz und Nico Dreschkowski, als Vierter Offizieller fungiert Eric Tegge.

Wer sich noch keine Eintrittskarte für dieses Finalspiel zwischen den Regionalligisten FC Energie Cottbus und dem FSV 63 Luckenwalde gesichert hat, sollte nun aktiv werden. An allen bekannten Vorverkaufsstellen des FC Energie Cottbus sowie der des FSV 63 Luckenwalde (Reisebüro Intertours, Rudolf-Breitscheid-Straße 25, 14943 Luckenwalde) sind die günstigeren Tickets erhältlich.

Gruppen aller Art sei das Gruppenticket angeraten: Tun sich mindestens zehn Personen zusammen, können sie die ermäßigten Tickets ebenfalls und ausschließlich im Vorverkauf erwerben.
Für Kurzentschlossene gibt es Eintrittskarten wie üblich an der Tageskasse.

Der Preisüberblick:
Sitzplatz:        18 Euro Vollzahler, 13 Euro ermäßigt, 16 Euro VVK, 11 Euro VVK ermäßigt
Stehplatz:        12 Euro Vollzahler, 10 Euro ermäßigt, 10 Euro VVK,   8 Euro VVK ermäßigt
Rollstuhlf./Handicap:       4 Euro

Eine Information an die Radfahrer sei nicht vergessen:
Im benachbarten Eliaspark stehen ausreichend Fahrradstellplätze zur Verfügung.

09.05.2017
Chinesische Delegation beim FLB

Am 9. Mai informierte sich eine chinesische Delegation, bestehend aus Leitern verschiedener relevanter Behörden und Ministerien, beim FLB über die Nachwuchsförderung im Speziellen und den Landesverband im Allgemeinen. Während Geschäftsführer Michael Hillmann sie durch die Räumlichkeiten der Geschäftsstelle führte und interessante Informationen zum Landesverband vermittelte, referierte Cheftrainer Detlef Wohlfahrt im Anschluss zum Thema Talentförderung.

30.03.2017
Kristallfußball für Lieper Vereins-Chef

Klaus Marschner, Vereinsvorsitzender der SG Liepe, wird am 30. März 2017 mit dem Kristallfußball des Fußball-Landesverbandes Brandenburg (FLB) ausgezeichnet. Der 72-Jährige ist damit der 25. Preisträger, der die höchste Auszeichnung des Verbandes erhält.   „Mit Klaus Marschner ehren wir einen Mann der Basis, der sich um die Entwicklung des Fußballsports in seiner Region verdient gemacht hat“, freute sich FLB-Präsident Siegfried Kirschen. 

Auch im Kreis Barnim ist man stolz auf Liepes Vereinschef: "Ihre Wahl war goldrichtig", war sich Landrat Bodo Ihrke sicher und wandte sich damit an den FLB. 

Ein Video von der Auszeichnung Klaus Marschners finden Sie hier: 

Im Anschluss sorgte eine kleine Talkrunde für Gesprächsstoff:

16.01.2017
Trauer um ehemaligen Geschäftsführer Rüdiger Lorenz

Der Fußball-Landesverband Brandenburg trauert um
Rüdiger Lorenz (l.),
der am 12. Januar 2017 im Alter von 73 Jahren verstorben ist.

"In tiefer Betroffenheit und Anteilnahme für seine Familie nehmen wir Abschied von einem langjährigen Freund und Wegbegleiter des brandenburgischen Fußballs. Wir werden Rüdiger Lorenz ein ehrendes Gedenken bewahren." heißt es in der Traueranzeige.

04.01.2017
Der Vorbildwirkung im Fußball bewusst sein
Interview zum Jahreswechsel mit FLB-Präsident Siegfried Kirschen

Herr Präsident, das Jahr 2017 ist erst wenige Tage alt und die Geschehnisse im Jahr 2016 sind uns noch gut vor Augen. Woran denken Sie, wenn Sie auf die nationalen Ereignisse des vergangenen Jahres zurückblicken?
In sportlicher Hinsicht natürlich an den Olympiasieg der deutschen Frauen-Mannschaft und der Freude, dass auch zwei Potsdamer Spielerinnen dabei waren. Aber auch die Silbermedaille der Männer war ein großartiges Ergebnis. Bei der EM in Frankreich konnten wir zwar nicht den angestrebten Titel holen, dennoch hat die Mannschaft nicht enttäuscht. Sportpolitisch stand das zurückliegende Jahr im Zeichen zweier DFB-Bundestage und der weiteren Aufarbeitung der Vorkommnisse um die Vergabe der WM 2006 nach Deutschland. Es wäre schön, wenn dieses Kapitel bald und endgültig zu den Akten gelegt werden könnte. Doch dazu bedarf es, dass die Untersuchungen der Staatsanwaltschaften in der Schweiz und in Deutschland abgeschlossen werden und dass vor allem die Protagonisten von damals ihr Schweigen beenden.

Ein Stichwort, welches in diesem Zusammenhang immer häufiger fällt, ist Compliance. Ein Thema, welches auch für den FLB aktuell ist?
Selbstverständlich und ich meine es so, wie es dieses Wort aussagt. Denn unter Compliance verstehe ich tatsächlich Selbstverständlichkeiten in der Führung eines Verbandes wie auch jedes Unternehmens. Ich möchte dies an einigen Beispielen verdeutlichen. Die Auslosung der Spiele im AOK-Landespokal Brandenburg führen wir seit Beginn dieses Spieljahres live im Internet durch und gewährleisten damit eine uneingeschränkte Transparenz gegenüber unseren Mitgliedern und der Öffentlichkeit. Im vergangenen Jahr haben wir neue Finanzrichtlinien in Kraft gesetzt, außerdem wissen wir seit Jahren eine in Vereinsrechtsfragen erfahrene Steuer- und Anwaltskanzlei an unserer Seite. Was unsere hauptamtlichen Mitarbeiter der Geschäftsstelle betrifft, möchte ich ausdrücklich auf die bestehenden Verschwiegenheitsklauseln verweisen. Und was unser Ehrenamt anbelangt, erwähne ich exemplarisch die Compliance-Regeln, die schon jetzt für all jene Mitglieder gelten, die in Gremien des DFB mitarbeiten. Ich halte diese Maßnahmen für alternativlos. Denn ob im Haupt- oder Ehrenamt: Wir müssen uns unserer Vorbildwirkung im Fußball bewusst sein, müssen Werte wie Respekt und Vertrauen, Fairness und Loyalität in unserer täglichen Arbeit mit Leben erfüllen, um als glaubwürdige Partner in der Gesellschaft wahrgenommen zu werden.

… dies sicher auch im Zusammenhang mit der Sicherstellung der Finanzierung des Verbandes. Die DFL hat beim Abschluss des neuen Grundlagenvertrages mit dem DFB auf die gestiegene Unterstützung des Amateurfußballs hingewiesen. Ein Segen auch für den FLB?
Wir sind auf die Zuschüsse des DFB angewiesen, um alle unsere Aufgaben und Verpflichtungen erfüllen zu können. In unserem Verband haben wir leider die Situation, dass wir keinen Lizenzverein im Spielbetrieb haben und uns deshalb die wesentliche Position, die die Landesverbände bei den Einnahmen haben, fehlt. Umso abhängiger sind wir von den Zuwendungen des DFB und des LSB sowie den Beiträgen unserer Partner und Sponsoren. Und nur durch diese finanzielle Unterstützung und unser eigenes Sparsamkeitsprinzip ist es uns gelungen, die Gebühren und Beiträge für unsere Vereine jahrelang auf einem sehr niedrigen Niveau stabil zu halten.

Stimmt es, dass es heutzutage immer schwerer fällt, genügend Mitarbeiter im Ehrenamt zu finden?
Dies ist leider Realität. Den Ehrenamtlichen, der gewissermaßen sein ganzes Leben lang uneigennützig ohne Vergütung seinem Verein dient, gibt es heute immer seltener. Deshalb müssen wir andere Anreize und Wege finden, um Menschen für eine ehrenamtliche Arbeit in den Vereinen, Fußballkreisen und im Landesverband zu gewinnen. Die Menschen werden nicht nur immer älter, sie bleiben auch viel länger leistungsfähig und trotzdem scheiden viele aus den unterschiedlichsten Gründen schon relativ früh aus dem Beruf aus. Diesen Personen im Sport eine Perspektive aufzuzeigen, indem sie für ihr Hobby eine sinnvolle und außerordentlich wichtige gesellschaftspolitische Aufgabe erfüllen, muss von uns noch zielstrebiger angegangen werden. Andererseits ist für mich das Ausscheiden aus einer Funktion im Ehrenamt auf Grund einer Altersbegrenzung nicht mehr zeitgemäß. Wenn wir die vielen Schiedsrichter, die die 70 schon überschritten haben, nicht hätten, müssten eine ganze Anzahl von Spielen ohne Referee durchgeführt werden. Und eines sollte man nicht vergessen, für viele Menschen ist das Gefühl, gebraucht zu werden, mehr wert als eine finanzielle Vergütung.  Für die jüngeren ehrenamtlichen Funktionäre ist es wichtig, ihnen Qualifizierungsangebote zu unterbreiten, damit sie auch die Chance haben, sich in ihrer ehrenamtlichen Position weiter zu entwickeln.

Das Ehrenamt ist nicht von ungefähr ein wesentliches Thema im neuen Masterplan, der vom DFB-Bundestag im vergangenen Jahr verabschiedet wurde. Wo sehen Sie im Landesverband weitere Schwerpunkte?
Nun, Vieles von dem, was im neuen Masterplan enthalten ist, haben wir bereits in der zurückliegenden Periode umgesetzt. Hier denke ich vor allem an die Beschlüsse zur Flexibilisierung des Spielbetriebs, zur Arbeit mit dem DFBnet oder zur Durchführung von Vereinsdialogen und Vorstandstreffs. Bei vielen Terminen, die ich persönlich bei den Vereinen wahrgenommen habe, wurde immer wieder deutlich, mit wie viel Liebe und Verantwortungsbewusstsein unsere Vereine ihre Aufgaben wahrnehmen, dass sie aber auch unsere Unterstützung und unseren Service anerkennen. Dies betrifft vor allem die schon erwähnten Angebote der Qualifizierung, angefangen von Besuchen des DFB-Mobils über die Kurzschulungen zu den verschiedenen Modulen bis hin zu Lizenz-Lehrgängen auf Kreis- und Verbandsebene. In dieser Hinsicht sind wir dankbar für jeden Referenten, der uns zur Seite stehen möchte, gerade auch in der Realisierung  zweier neuer Pilotprojekte mit den sogenannten Führungsspielern und den Staffelleitern.

Sie sprachen es bereits an: Aktuell verfügt der FLB über keinen Bundesligisten im Verband. Ein Fakt, der auch auf die Ergebnisse der Landesauswahlmannschaften ausstrahlt?
Dieser Zusammenhang ist richtig, weil unsere Talente natürlich das Ziel vor Augen haben, nach der Juniorenzeit mindestens in der 3. Liga spielen zu wollen und deshalb uns schon frühzeitig die besten Spieler verlassen. Andererseits ist diese Tatsache keine Entschuldigung dafür, dass unsere Auswahlmannschaften bei den Turnieren im NOFV und beim DFB gerade im vergangenen Jahr so schlecht wie nie abgeschnitten haben. Ich habe deshalb in den vergangenen Wochen viele Gespräche geführt, die mich zu der Überzeugung geführt haben, dass wir die Strukturen unseres Verbundsystems noch besser nutzen müssen. Deshalb werden wir in diesem Jahr einigen Trainern, die mit ihren Mannschaften sehr gute Ergebnisse erzielen und deshalb auch die meisten Auswahlspieler haben, mehr Verantwortung auch für die Auswahlmannschaften übertragen.

Was für den FC Energie Cottbus eine Enttäuschung und für den SV Babelsberg 03 mittlerweile Normalität darstellt, erscheint für den FSV 63 Luckenwalde und den FSV Union Fürstenwalde fast schon als Sensation: die Regionalliga. Eine Einschätzung, die Sie teilen?
Unbedingt. Denn während in Cottbus nach wie vor unter Profi-Bedingungen gearbeitet wird und auch in Babelsberg professionelle Vereinsstrukturen existieren, ist es umso mehr zu würdigen, dass in Luckenwalde und Fürstenwalde ebenfalls Regionalliga-Fußball gespielt wird. Was in diesen beiden Vereinen und im Verbund mit den Städten geleistet wird, ist sensationell. Ich bin am letzten Wochenende vor Weihnachten bei den Vereinen gewesen und bin optimistisch, dass beide den Klassenerhalt schaffen. Der FSV 63 Luckenwalde hat sehr unglücklich verloren und war keineswegs schlechter als der Gegner aus der Oberlausitz. Die Fürstenwalder haben gegen den BFC ein Riesenspiel gemacht. Ich übertreibe nicht, weil ich viele Regionalliga-Spiele gesehen habe, hätten sie diese Leistung in allen Spielen gebracht, würden sie ganz oben stehen. Für Energie Cottbus und für uns wünsche ich mir, dass die Aufstiegschance noch lange erhalten bleibt, auch wenn man es aus eigener Kraft nicht mehr schaffen kann. Ein Kompliment möchte ich an dieser Stelle den Cottbuser Fans und Sponsoren machen, die auch nach dem Abstieg die Mannschaft toll unterstützen und die es wahrlich verdient hätten, dass der Aufstieg noch gelingt.


Eine wichtige Funktion in der weiteren Entwicklung des Leistungsfußballs kommt sicher dem neuen Cheftrainer des Verbandes zu. Welches Anforderungsprofil verbinden sie mit ihm?
Wir haben die Position des Cheftrainers zum Ende des vergangenen Jahres ausgeschrieben und das Stellenprofil eindeutig definiert. Neben den fachlichen Anforderungen, der erforderlichen Lizenz und entsprechenden Erfahrungen im Leistungssport wünsche ich mir vor allem Bewerber mit hohen Führungsqualitäten. Denn in dieser Funktion gilt es in besonderem Maße, zielorientiert zu arbeiten, gleichzeitig aber unterschiedliche Charaktere im gemeinsamen Interesse aller zusammenzuführen. Ich bin gespannt auf die Bewerbungen und sicher, dass wir im Präsidium eine Entscheidung treffen werden, die die weitere Entwicklung fördern wird.

… eine Entwicklung ähnlich jener beim 1. FFC Turbine Potsdam 71…?
Es würde mich freuen, wenn es so wäre, auch wenn es im männlichen Fußball vielleicht etwas komplizierter ist. Und natürlich erfüllt es mich mit großer Freude zu sehen, wie sich die Frauen des 1. FFC Turbine Potsdam 71 in der laufenden Saison in der Bundesliga schlagen. Mit dem neuen Trainer Matthias Rudolph haben sie andere Impulse erhalten, die taktische Ausrichtung und der Teamgeist innerhalb der Mannschaft stimmen. Ich wünsche mir, dass dieser Trend anhält und bei fünf Punkten Vorsprung auf den aktuellen Zweiten darf man ja nicht nur von der Deutschen Meisterschaft träumen, sondern muss sie ansteuern. Ich bin mir sogar ziemlich sicher, dass das gelingt. Und dann ist das auch für den tollen Nachwuchs in Potsdam wieder die beste Perspektive, die der Frauenfußball in Deutschland bieten kann.

Kommen wir vom Spitzenfußball zur Basis. Sind Sie zufrieden mit dem Verlauf der Spiele im Landesverband?
Ja, das kann ich. Seitdem wir die neuen Kreisstrukturen haben, hat sich der Spielbetrieb stabilisiert und mein Eindruck ist, dass unsere Spieler und Zuschauer vor allem die Spielklassen in den neuen Fußballkreisen mit großem Interesse annehmen. Die Zuschauerzahlen beweisen das. Sehr zufrieden bin ich auch mit dem Verlauf des AOK-Landespokals Brandenburg, der nicht zuletzt durch den neuen Verteilerschlüssel der für die erste DFB-Hauptrunde zur Verfügung stehenden finanziellen Mittel noch attraktiver geworden ist. Eine weitere Aufwertung dürfen wir auch in diesem Jahr von unserem Endspiel erwarten, welches wiederum im Rahmen des bundesweiten Finaltags der Amateure ausgetragen und in einer Live-Konferenz in der ARD übertragen wird. Nicht zufrieden bin ich, dass es in der 1. Halbserie 2016/17 bei 42 Spielen Vorkommnisse mit Spielern, Betreuern oder Besuchern zu verzeichnen gab. Wenn dies auch bei der Summe von insgesamt knapp 19.000 Spielen wenig erscheint, so ist doch jeder einzelne Vorfall einer zu viel. Wir müssen deshalb wachsam bleiben, gemeinsam mit den Vereinen und der Polizei alles tun, um zu gewährleisten, dass geplante Störungen schon im Vorfeld erkannt werden und Einfluss genommen werden kann. Denn nur wenn wir einen sauberen Fußball anbieten, sind wir attraktiv für Zuschauer, Partner und Sponsoren. Auf der anderen Seite erhoffe ich mir noch mehr gegenseitigen Respekt bei Spielern und Offiziellen. Bei allen verständlichen Emotionen gilt es, sich persönlich im Griff zu haben, um die immer wieder zu Recht geforderte Vorbildwirkung nach innen und außen nicht zu gefährden.  


Um dies zu fördern, ist der Landesverband seit Jahren auch zunehmend in verschiedenen gesellschaftlichen Projekten engagiert. Ein Engagement, welches sicher nicht aufhören wird?

Keinesfalls. Mit der Landesregierung, dem LSB, dem DFB und der AOK Nordost haben wir starke Partner an unserer Seite, die uns gerade in Fragen der Integrations- und Inklusionsarbeit sowie der Mediation und Vereinsberatung unterstützen. Im vergangenen Jahr haben wir mit der Verleihung des Integrations- und Vielfaltpreises sowie der Durchführung des AOK-Fußballtags für Vielfalt und Toleranz unter Schirmherrschaft unseres Ministerpräsidenten Dr. Dietmar Woidke eine große öffentliche Aufmerksamkeit erfahren. Ich freue mich auch, dass wir mittlerweile bereits mehr als 70 Vereinen aus unserem Landesverband einen Scheck im Rahmen der Initiative „1:0 für ein Willkommen“ der DFB-Stiftung Egidius Braun überreichen konnten, um sie für ihre aktive Arbeit mit Flüchtlingen zu unterstützen. Dass der DFB dieses Projekt unter dem Titel „2:0 für ein Willkommen“ fortsetzt und ausbaut, zeigt, wie wichtig dieses Engagement unserer Vereine für den Fußball und unsere Gesellschaft insgesamt ist.

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